Sonntag, 20. August 2017

SuB den Sommer - mein Fazit!

Nun ist die SuB den Sommer Aktion auch schon wieder vorbei! Die Zeit ist ganz schön schnell vergangen! Ein bisschen habe ich es auch tatsächlich geschafft zu lesen. Hier zur Erinnerung nochmal alle Aufgaben, zusammen mit meinen "Antworten":

  1. Lies das Buch, was am längsten auf deinem Sub liegt. ❌
  2. Lies das dickste Buch auf deinem Sub. ❌
  3. Beende oder beginne endlich diese Reihe, die schon ewig auf deinem Sub schlummert. ✔
    "Selection Band V - Die Krone" von Kiera Cass
  4. Lies ein Buch von einem Debüt-Autor. ❌
  5. Lass die anderen Teilnehmer (z.B. durch eine Twitterumfrage) entscheiden, was du liest. ❌
  6. Lies das eine Buch aus einem anderen Genre auf deinem Sub. ✔
    "Kein Platz für Idioten" von Felix Mitterer
  7. Lies ein Buch mit einer weiblichen Protagonistin. ✔
    "Begin Again" von Mona Kasten
  8. Lies ein Buch mit einem männlichen Protagonisten. ✔
    "Griechischer Abschied" von Stella Bettermann
  9. Lies ein Buch, das du auch rezensierst! (Optional auch eine Mystery-Review) ❌
  10. Lies ein typisches Sommerbuch. ❌
  11. Lies ein Buch mit Sommerfarben auf dem Cover. ❌
  12. Lies ein Buch, das nicht 2017 erschienen ist. ✔
    "Selection Band IV - Die Kronprinzessin" von Kiera Cass
  13. Lies ein Buch, das in einem anderen Land spielt. ❌
  14. Lies ein Buch, was du eine Empfehlung hin gekauft hast. ❌
  15. Halte das Buchkaufverbot ein! ✔
    EINGEHALTEN 😊
Es sind tatsächlich 6 erfüllte Aufgaben! Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet! Natürlich hätte ich gern mehr gelesen, aber die Bücher wollte mir nicht mehr von meiner Freizeit abspenstig machen.

Direkt am Anfang - wie ich ja schon berichtet hatte - hat mich "Begin Again" ungefähr zur Hälfte der Geschichte total in die Unlust getrieben. Kaum hatte ich dann beschlossen, mich nicht mehr zu zwingen, lief es direkt besser.

"Griechischer Abschied" lief schon viel besser, dazu kannst du hier auch nochmal eine Rezension lesen. Es war sehr kurzweilig, aber kein nervenaufreibender Krimi.

"Selection" habe ich dann wieder verschlungen. Man kann darüber sagen, was man will, aber die Seiten fliegen einfach nur durch die Hände und schwupps ist man fast durch! So einen Motivationsschub kann ich momentan einfach nur gut gebrauchen; denn alles, was ich für die Uni lese, ist leider nicht so leicht verdaulich.

"Kein Platz für Idioten" ist ein Dramatisches Stück. Leider war es nicht ganz einfach zu lesen, da es in Mundart geschrieben war, aber man konnte es trotzdem verstehen und aufgrund der geringen Seitenanzahl war ich damit auch zwischendurch ziemlich schnell damit fertig. Es geht um ein Dorf, das sich für einen behinderten Bauernjungen schämt, welcher dadurch in der Gesellschaft ausgeschlossen ist.

Darf ich das mal sagen? Ich bin wirklich stolz auf mich! Die Challenge ist viel besser gelaufen als ich es erwartet hatte und da darf man sich doch auch gerne mal auf die Schulter klopfen.

--- Wie ist es bei dir gelaufen? Was hast du so in letzter Zeit gelesen? ---

Mittwoch, 16. August 2017

Die Buchformate und ich

Welches Buchformat bevorzugst du? Gebunden, broschiert, Taschenbuch?

So oft stehe ich im Buchladen und stehe vor der Wahl: Gebundenes Buch oder Taschenbuch?
Wenn beide das selbe Cover haben, wird es noch schwerer, denn dann ist ja keine Entscheidung nach der Optik möglich. Der Preis spricht immer für das Taschenbuch. Die Vereinfachung der Mitnahme ist ein weiteres Pro-Argument auf Seiten des Taschenbuchs. Hat da das gebundene Buch überhaupt noch einen Vorteil?

Es ist die Liebe zum Buch, die uns gebundene Bücher kaufen lässt. Die Buchindustrie weiß das. Vielversprechende Titel werden zuerst als gebundenes Buch auf den Markt geworfen, um später noch einmal Geld mit dem Taschenbuch zu machen. Verlage sind Wirtschaftsunternehmen und vielleicht würde ich es auch so machen. Gut ist jedenfalls, dass es sie überhaupt noch gibt: Die gebundenen Bücher. Mit Lesebändchen, in Leinen gebunden, dann sind doch richtige Schmankerl. Oftmals gibt es zwar "nur" bedruckte Einbände, teils auch ohne Schutzumschlag, aber das gebundene Buch hat für mich noch mehr Qualitäten als nur Liebhaberei:

Für mich als Buchfanatiker - du kennst das sicherlich? - ist es wichtig, dass die Bücher auch nach dem Lesen noch schön aussehen. Bei Eselsohren oder ähnlichem könnte ich wirklich fast weinen.
Nicht falsch verstehen: Eigentlich finde ich es auch schön, wenn die Bücher gebraucht aussehen und man ihnen ansieht, dass sie eine Geschichte hatten, aber ich selbst tue ihnen dieses nur ungern selbst an. Lieber würde ich mir ein solches Buch auf dem Flohmarkt kaufen.
Es ist also sehr schwer Taschenbücher umstandslos lesen zu können, ohne Leserillen in den Buchrücken zu knicken oder den Buchrücken schief zu lesen. (Das Schieflesen kann zwar auch bei Hardcovern passieren, aber sie sind deutlich weniger anfällig.)
Es entspannt mich also ungemein, wenn ich das Buch aufklappen und lesen kann, ohne nur in die Seite hineinschielen zu können, um Leserillen und ähnliches zu vermeiden.

Leider weiß man vorher meist nicht, wie gut das Buch ist und ob sich eine Investition in ein Hardcover lohnt, also entscheide ich meistens aus dem Bauch heraus.

Wenn es eine Broschierte und eine Taschenbuch-Ausgabe gibt, dann würde ich wohl die Taschenbuch-Ausgabe meist wegen des günstigeren Preises vorziehen, da sich für mich hier wenig Unterschiede bezüglich des Lesekomforts ergeben. Im Gegenteil: Das Taschenbuch ist meist noch kleiner und damit handlicher.

Jedes Format hat also seine Daseinsberechtigung, aber ich unterliege tatsächlich gern dem Charme von klassisch gebundenen Bücher, die mich magisch anziehen. Oftmals ist es dann eine Pest oder Cholera Entscheidung für welches Format ich mich entscheide.

--- Wie geht es dir dabei? Kennst du die "Leiden", von denen ich erzählt habe? Oder hältst du alles nur für Gejammer? ---

Montag, 14. August 2017

Rezension: "Griechischer Abschied" von Stella Bettermann

Stella Bettermann schickt ihren Kommissar Nick Zakos von München auf eine verschlafene, griechische Insel in der Nähe von Rhodos, um einen Mord aufzuklären. Er entdeckt seine griechische Seite und verwickelt sich ein mit seinen eigenen Problemen.

Leider muss ich sagen, dass ich die Auflösung ein bisschen im Gefühl hatte. Natürlich werde ich diese jetzt nicht spoilern! Nur so viel: Es gab immer wieder Momente, in denen ich dachte "Okay, jetzt ist es offensichtlich, dann stimmt mein Gefühl doch nicht", aber da war das Gefühl auf jeden Fall. Das fand ich aber eigentlich gar nicht so negativ, da die Autorin mehrere Möglichkeiten sinnvoll erscheinen ließ. Am Ende war es für mich dann einfach ein "Ha!"-Moment. Da hab ich mir einfach mal stolz auf die Schulter geklopft.

Der Schreibstil ist mir mit keiner Besonderheit aufgefallen, was aber auch heißt, dass mir nichts Negatives aufgefallen ist. Stella Bettermann hat schnörkellos erzählt, was zum Protagonisten Zakos gepasst hat. Ich habe ein gutes Bild von der Griechischen Insel vor Augen (wie ich sie mir durch die Beschreibungen vorstelle) und auch die Mentalität der Menschen konnte ich gut empfinden. Allerdings vermag ich nicht zu beurteilen, ob die Beschreibungen authentisch waren, da ich noch nie in Griechenland war und auch keinen Griechen besser kenne.

Ich wurde also gut unterhalten, aber richtig vom Hocker gerissen leider auch nicht. Nick Zakos war zwar ein ganz cooler Kommissar, aber eigentlich hat er nicht viel getan und es hat ihm für meinen Geschmack ein bisschen der Glanz gefehlt. Der allerletzte Funke ist leider nicht übergesprungen.

Die Hilfspolizisten auf der Insel hatten für mich leider gar kein richtiges Gesicht, sie blieben beide unscheinbar, egal wie viel sie mehr oder weniger zur Handlung beitrugen. Keine Nebenperson stach mir richtig ins Auge.

Insgesamt würde ich den Krimi weiterempfehlen für Leute, die lieber einen Krimi mit ruhiger Handlung lesen. Viel Action darf man nicht erwarten, die ich persönlich aber auch nicht vermisst habe. Ein Highlight-Krimi war es für mich aber nicht.

Bewertung: 💝💝💝

Samstag, 22. Juli 2017

Sub den Sommer - oder: Rein in die Leseflaute!

Ich war so motiviert! Ich hatte richtig Bock mit euch allen zu Sub-ben (gibt's das Wort? Wahrscheinlich nicht 😃), aber dann kam mir eine ordentliche Leseflaute in den Weg.
Es hat so gut begonnen mit der Lesenacht. Zu Beginn habe ich zwei Dramen gelesen und wollte mein aktuelles Buch "Begin Again" von Mona Kasten auslesen... Aber der Plan ist überhaupt nicht aufgegangen. Ich hab mich ungefähr zur Hälfte des Buches in eine ausgewachsene Leseflaute manövriert.
Normalerweise kommt ab der Hälfte der Knackpunkt, wo man die Bücher nicht mehr weglegen kann, zumindest geht es mir meistens so. Allerdings war es hier anders. Der Anfang hat mich richtig mitgezogen und jetzt... ist die Luft total verpufft, leider. Dabei ist es überhaupt nicht schlecht!
Aufgrund eines Tipps von Tabi habe ich dann einfach ein neues Buch angefangen: "Griechischer Abschied" von Stella Bettermann. (Danke nochmal dafür!) Aber richtig rund läuft es immer noch nicht...

Woran liegt das? Ich hab mir wieder zu viel vorgenommen: Lernen, Lesen und Schreiben sind einfach zu viel für mein Gemüt. Manchmal muss ich auch einfach überhaupt gar nichts tun.
Leider frustriert es mich zusätzlich, wenn ich nicht schaffe, was ich mir vornehme... ich wollte doch so gerne bei Sub-den-Sommer mitmachen!

Ich werde mir wohl jetzt keinen Druck mehr machen, entweder ich reiße noch was oder eben nicht. Ich muss mal mehr auf meinen Bauch hören und darf das Lesen nicht zum Pflichttermin machen 😉

--- Wie ergeht es dir bisher? Kennst du das auch mit der Leseflaute, vor allem wenn du es dir so fest vorgenommen hast? Was tust du dann dagegen? ---

Donnerstag, 20. Juli 2017

Montagsfrage: Wenn du weder Buchverfilmung noch Buch kennst, was würdest du zuerst anschauen/lesen?

Viele von euch schreien bestimmt sofort: BUCH BUCH BUCH! Aber je länger ich darüber nachdenke, desto unklarer fällt meine Antwort aus.

 

 Manchmal finde ich es nämlich gar nicht so schlecht, zuerst den Film zu sehen. Ein Beispiel: Ich fand Harry Potter früher blöd, weil ich es als Mainstream abgestempelt hatte. Den ersten und zweiten Kinofilm habe ich zwar geguckt, aber ich war noch nicht so in der Magie drin. Harry Potter war dann erst mal gegessen für mich. Als ich dann aber den 4. Teil im Fernsehen sah, war mir klar, dass ich unbedingt wissen musste, wie J.K. Rowling das beschrieben hat. Natürlich fing ich vorne an und war sofort in den Bann gezogen!! Ich bin so unendlich froh, dass mir der 4. Film zu den Büchern geführt hat! Man hatte einfach einen Ansporn, der außerhalb der Geschichte lag.
Ähnlich ging es mir mit den Tributen von Panem. Von den Büchern hatte ich gar nichts gehört, da ich damals nicht so up-to-date war und als ich den Film gesehen hatte, war klar, dass ich das lesen MUSSTE! Dadurch hab ich auch meine Liebe zum Lesen wiederentdeckt!

In anderen Fällen wie zum Beispiel "Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei" reicht es mir auch, einfach den Film zu schauen, da es ja so viele Bücher gibt, die gelesen werden wollen.

Außerdem muss man bedenken, dass sooo viele Filme auf einer Romanvorlage basieren, die KANN man gar nicht alle vorher lesen... (leider)

Oft habe ich trotzdem den Anspruch, wenn eine lang ersehnte Buchverfilmung in die Kinos kommt, dass ich das Buch vorher gelesen haben möchte. Denn das Buch ist meistens einfach besser!!

--- Welche Bücher würdest du dir mit auf Reisen nehmen? --- Dieser Artikel ist die Antwort auf die von Buchfresserchen gestellte Montagsfrage. Mach doch gerne auch mit und setze deinen Artikel auf die Liste oder schreibe Buchfresserchen deine Antwort in die Kommentare :) ---

Montag, 10. Juli 2017

Montagsfrage: Welche 5 Bücher würdest du jetzt auf eine Reise mitnehmen?

Fünf Bücher, die ich heute in meinen Koffer packen würde (wenn ich denn Urlaub hätte):


◎ "Ein Mann namens Ove" von Frederik Backman
◎ "Selection - Die Kronprinzessin" von Kiera Cass
◎ "Sturz der Titanen" von Ken Follett
◎ "Schöne neue Welt" von Aldous Huxley
◎ "Mein Herz und andere schwarze Löcher" von Jasmine Warga

Spoiler: Vermutlich ist es utopisch, dass die ich diese alle in ein oder zwei Wochen weggelesen bekäme, aber ich hab schon immer zu viel Lesestoff mitgenommen 😃

--- Welche Bücher würdest du dir mit auf Reisen nehmen? --- Dieser Artikel ist die Antwort auf die von Buchfresserchen gestellte Montagsfrage. Mach doch gerne auch mit und setze deinen Artikel auf die Liste oder schreibe Buchfresserchen deine Antwort in die Kommentare :) ---

Montag, 3. Juli 2017

Projekt ade - scheiden tut weh!

Manchmal ist die Zeit nicht die richtige? Manchmal ist man selbst noch nicht reif genug?
Seit Ende 2009 schreibe ich an meinem Herzensprojekt. Den ersten Entwurf habe ich 2014 beendet. Schon für diesen habe ich lange gebraucht. Denn durch das Schreiben an dieser Geschichte bin ich in eine Phase gerutscht, in der ich mir selbst zu viel Druck mit dem Schreiben gemacht habe.
Also beschloss ich, die ganze Geschichte mit der Hand aufzuschreiben, was natürlich länger dauerte. Außerdem wollte ich nur noch schreiben, wenn ich den Drang danach hatte, mich nicht mehr dazu zwingen.

Vielleicht hätte ich schon früher begreifen sollen, dass ich noch nicht bereit für die Geschichte war, doch mein Herz hing so sehr daran.
Zwar bin ich nicht sicher, ob es immer für alles "den einen richtigen Zeitpunkt" gibt bzw. ob man diesen nicht eher verpasst, wenn man auf ihn wartet. Aber ich bin ganz eindeutig mit meinem schriftstellerischen Können noch nicht so weit, um die Geschichte angemessen transportieren zu können.

Es geht um gesellschaftliche Themen... oder besser gesagt: Es soll eigentlich darum gehen! Aber ich habe - plump gesagt - am Thema vorbei geschrieben. Ich hab alles gegeben, was ich konnte, aber habe es verpasst, der Geschichte die nötige Tiefe zu geben, sodass sie eher wie ein platter Liebesroman mit Nebenhandlung daherkommt. Und das war so gar nicht meine Intention.



Ein Kumpel sagte mir vor ein paar Tagen, dass der Geschichte etwas fehlt, was nicht mehr hinzugefügt werden kann. Das denke ich auch. Zumindest in der Form, wie die Geschichte jetzt ist. Der erste Entwurf steht ja, mit dem könnte ich arbeiten - doch es ist so viel, was geändert werden muss: Der Plot, der Schreibstil (da ich anfangs noch so viel jünger war) und noch einiges mehr. Zur Zeit habe ich aber einfach nicht die Kraft dafür. Ich weiß nicht mehr, wo bei der Geschichte vorne und hinten ist. Ich liebe sie, keine Frage, aber ich brauche jetzt eine Pause.

Über all die Jahre, in denen ich an ihr geschrieben habe, und über all die Zeit, in der ich sie korrigieren und vorzeigbar machen wollte, war ich wie gesperrt für neue Ideen und anderes Schreiben. Nicht zuletzt das viele Lernen für Prüfungen tat seinen Anteil daran. Erst meine Schreibwerkstatt hat mich dort heraus geholt und langsam fließen die Ideen wieder. Im Nachhinein sehe ich diese Zeit, die ich in mein Projekt gesteckt habe, ohne voran gekommen zu sein, als verlorene Zeit an, da ich in dieser auch so viel anderes über das Schreiben hätte lernen können.

Auch wenn es mir schwerfällt, muss ich mich vorerst von meinem Herzensprojekt verabschieden. Es muss jetzt erstmal gut sein, tote Zeit hinein zu investieren. Den Draht dazu hatte ich schon vor langer Zeit verloren, sodass ich mich schon gar nicht mehr zum Schreiben hinsetzte. Doch ich schreibe schon so lange und ich liebe es, also muss ich mich neuen Dingen zuwenden. Neues ausprobieren, mein Können neu austesten.

Und ich hoffe, dann kommt einmal die Zeit, in der ich genug Reife habe, um meinem Herzensprojekt die nötige Tiefe und damit endlich richtiges Leben einhauchen zu können!

--- Hast du auch so ein "Ding", von dem du einfach nicht loskommst? Hat dich dein Projekt auch schon einige Nächte gekostet? Woran schreibst du gerade? ---

Freitag, 30. Juni 2017

SuB den Sommer - Das Urlaubsworkout für Buchnerds

Jajaja, ich weiß, ich bin spät dran. Eigentlich hatte ich gar nicht vor, bei der Challenge mitzumachen, weil ich wenig Zeit habe und gar nicht so viele passende Bücher auf dem Sub... aber alle waren so ansteckend und dann dachte ich mir: Hey, falls du es nicht schaffen solltest, auch nicht schlimm, du hast dein Bestes gegeben.

Anna von Inkofbooks und Tabi von Ein Buch kommt selten allein haben die SuB den Summer Challenge ins Leben gerufen, um den Sub-Abbau voran zu treiben. Was eignet sich dafür besser als die Zeit, in der die meisten Urlaub haben?

Hier ist der Beitrag von Anna und hier der von Tabi.

Die Challenge geht vom 01.07. bis zum 20.08.2017. Sie beinhaltet zwei Lesenächte nämlich am 30.06. (also jetzt gerade, sorry!) und am 19.08.2017. Es gilt ein Buchkaufverbot. Die 15 Aufgaben sind folgende:
  1. Lies das Buch, was am längsten auf deinem Sub liegt.
  2. Lies das dickste Buch auf deinem Sub.
  3. Beende oder beginne endlich diese Reihe, die schon ewig auf deinem Sub schlummert.
  4. Lies ein Buch von einem Debüt-Autor.
  5. Lass die anderen Teilnehmer (z.B. durch eine Twitterumfrage) entscheiden, was du liest.
  6. Lies das eine Buch aus einem anderen Genre auf deinem Sub.
  7. Lies ein Buch mit einer weiblichen Protagonistin.
  8. Lies ein Buch mit einem männlichen Protagonisten.
  9. Lies ein Buch, das du auch rezensierst! (Optional auch eine Mystery-Review)
  10. Lies ein typisches Sommerbuch.
  11. Lies ein Buch mit Sommerfarben auf dem Cover.
  12. Lies ein Buch, das nicht 2017 erschienen ist.
  13. Lies ein Buch, das in einem anderen Land spielt.
  14. Lies ein Buch, was du eine Empfehlung hin gekauft hast.
  15. Halte das Buchkaufverbot ein!
Dieser Artikel ist mein Startartikel. Am Ende der Challenge wird dann ein Resümee dazu online gehen.
Ich möchte mich allerdings noch nicht festlegen, welches Buch ich zu welcher Aufgabe lesen möchte, da ich mich trotz der Challenge noch frei entscheiden will. Am Ende werde ich dann sehen, welche Aufgaben ich geschafft habe 😉

Damit es dennoch überprüfbar bleibt, ob ich auch Bücher von meinem Sub gelesen habe, hier nochmal eine Liste von meinem aktuellen Sub (da ich die "Sub-Seite" immer ändere, wenn ich etwas davon gelesen habe):
  • Backman, Frederik: Ein Mann namens Ove
  • Bettermann, Stella: Griechischer Abschied 
  • Brockmeier, Kevin: Die Stadt der Toten 
  • Canavan, Trudi: Sonea 2 + 3
  • Cass, Kiera: Selection IV + V
  • Chamisso, Adelbert von: Peter Schlehmils wundersame Geschichte 
  • Cogman, Genevieve: Die unsichtbare Bibliothek
  • Dürrenmatt, Friedrich: Literatur + Kunst
  • Eichendorff, Joseph: Aus dem Leben eines Taugenichts
  • Fitzek, Sebastian/Tsokos, Michael: Abgeschnitten 
  • Follett, Ken: Kinder der Freiheit
  • Follett, Ken: Sturz der Titanen
  • Follett, Ken: Winter der Welt 
  • Frisch, Max: Biedermann und die Brandstifter
  • Gaiman, Neil: The ocean at the end of the lane 
  • Garber, Stephanie: Caraval 
  • Gier, Kerstin: Silber 1+3
  • Habsburg-Lothringen, Eduard: Wo Grafen schlafen 
  • Haddon, Mark: The curious incident of the dog in the nighttime
  • Hauff, Wilhelm: Märchen
  • Hornby, Nick: A long way down
  • Huxley, Aldous: Schöne neue Welt
  • Isau, Ralf: Der Kreis der Dämmerung 1 + 2
  • Isau, Ralf: Die Träume des Jonathan Jabbock
  • Lehane, Dennis: Mystic River
  • Lu, Marie: Legend - Fallender Himmel
  • Mitterer, Felix: Kein Platz für Idioten
  • Niffenegger, Audrey: The time traveller's wife 
  • Orths, Markus: Wer geht wo hinterm Sarg?
  • Ostlundh, Hakan: Sterbensstille
  • Rath, Hans: Und Gott sprach: Wir müssen reden!
  • Simrock, Karl: Das Nibelungenlied
  • Torres, Justin: Wir Tiere
  • Twain, Mark: Tom Sawyer & Huckleberry Finn 
  • Ward, Peter/Kirschvink, Joe: Eine neue Geschichte des Lebens
  • Warga, Jasmine: Mein Herz und andere schwarze Löcher
  • Widmer, Urs: Reise an den Rand des Universums
  • Wilde, Oscar: Das Bildnis des Dorian Gray
Ich bin wirklich gespannt, wie viel ich davon schaffen werde! Ich denke, für mich ist es ein Erfolg, wenn ich drei Aufgaben erfüllen kann.

Wie sieht es mit dir aus? Hast du auch spontan noch Lust, daran teilzunehmen, oder machst du vielleicht schon mit? Mit welchem Buch startest du?

Ich werde gleich in die Lesenacht starten mit meinem noch aktuellen Buch "Begin Again" von Mona Kasten, um danach frei zu sein für ein Buch im Rahmen der Challenge!

Let it begin!

Freitag, 23. Juni 2017

Mein Plan von einer Bücherkartei

Schon einige versuche habe ich gemacht, meine Bücher zu "katalogisieren". Dieses Unterfangen bin ich stets mit einer Excel-Tabelle bewaffnet angegangen. Der Spaß fand jäh ein Ende, sobald ich merkte, dass ich diese (mal wieder) nicht fortgeführt hatte... und irgendwie war ich auch nicht sehr begeistert von dieser Methode.

Nun habe ich mir überlegt, dass ein das gute alte Karteikartensystem für mich nutzen könnte. Konkret habe ich mir das so vorgestellt, dass ich für jedes Buch eine Karteikarte führe, auf dem wichtige Eckdaten stehen. Toll wäre es, auch das Cover mit draufzuhaben, aber ich bin nicht sicher, ob mein Drucker da mitspielt...

Was soll das für einen Sinn haben, fragst du dich? Die Überlegung war weniger die, zu wissen, was im Regal ist, als zu wissen, was NICHT MEHR im Regal ist. Ich würde nämlich gerne aussortieren, tu mich aber schwer, mich von meinen "Schätzen" zu trennen, selbst wenn ich sie bis zum Abwinken grottenmies fand. Daher dachte ich, dass man dadurch "etwas behalten würde", nur halt mit einem "aussortiert"-Vermerk darunter. Die Idee gefällt mir immer besser.

Außerdem könnte man auch gleichzeitig eine Art Bewertungskartei führen, denn das Bookjournal, das ich einmal begeistert von Moleskine gekauft habe, ist so überhaupt nicht nach meinem Geschmack. Denn was mache ich denn, wenn ein Buchstabe voll ist? Und was mache ich denn, wenn ich mich verschreibe? In meinem System könnte ich alles nach Alphabet sortieren (inklusive Registerkarten) und zur Not eine neue Karte beschreiben!

Jetzt bleibt ja bloß noch abzuwarten, wann ich dieses Mammut-Vorhaben in Angriff nehmen soll...

--- Wie sieht es bei dir aus: Führst du Buch über deine Bücher? Hast du immer den Überblick oder findest du eine Katalogisierung überflüssig? ---

Mittwoch, 21. Juni 2017

Rezension: "Das Herz des Verräters" von Mary E. Pearson

Das Buch ist beendet und ich weiß nicht, wie ich es finden soll. Es ließ sich gut lesen, genau wie Band I, aber...
In Band II der Chroniken der Verbliebenden geht es um Lia, die nun in Venda gefangen ist. Auch Rafe ist dort und Kaden schlägt sich immer öfter auf Lias Seite. Wird Lia sich in Venda einleben oder wird sie fliehen können?


Am Anfang dauerte es mir zu lange, bis mal ein bisschen mehr "Pep" in die Geschichte kam, es gab viele Oh-Nein-das-darf-doch-einfach-nicht-wahr-sein-Momente und das, was schon in der Mitte des Buches hätte passieren müssen, stellt natürlich das "tolle" Ende dar. Hätte die Autorin, das was ich auf den letzten paar Seiten befürchtet hatte, gemacht, hätte ich vermutlich ins Buch gebissen.

Mir ist ja klar, dass Spannung innerhalb der Geschichte aufgebaut werden soll und dass deshalb einige Dinge passieren, die mir nicht in den Kram passen und gegen den Strich gehen... Aber: Wenn ich das Gefühl habe, das kommt jetzt nur, damit es spannend bleibt, dann sitzte ich da und schüttle das Buch und den Kopf und hoffe, dass es bald besser wird. Leider hatte ich dieses Gefühl an einigen Stellen, deswegen würde ich auch sagen, dass mir der erste Band besser gefallen hat.
Auch dieser hatte am Anfang natürlich etwas Vor-sich-hin-Plätscherndes, aber dort fand ich es passend. In diesem Band eher nicht so.

Trotzdem mag ich die Geschichte um Lia, Rafe und Kaden. Im Gesamten gefällt mir die Geschichte bisher gut und das Buch war bei Weitem nicht so schlimm, wie es sich bis hierhin angehört hat. Wie gesagt, ließ es sich gut, flüssig und schnell lesen. Bei diesem Band hatte ich auch eher den Drang, weiterzulesen als bei Band I, was ein Pluspunkt ist. Es sind einige neue Charaktere aufgetaucht und es wurden Handlungsstränge für den nächsten Band begonnen, auf den ich schon gespannt bin (auch wenn der Klappentext nicht sehr vielsagend ist). Die Geschichte hat mich auf jeden Fall gut unterhalten. Aufgrund aller genannten Eindrücke, würde ich Band I für mich persönlich aber als besser einstufen.

Bewertung: 💝💝💝

Dienstag, 13. Juni 2017

Montagsfrage: Gibt es ein Buch, das du schon so oft gelesen hast, dass du nicht mehr weißt wie oft genau?

Ehrliche Antwort? Nein!
Natürlich habe ich schon Bücher mehrfach gelesen, wie z.B. Harry Potter oder Pippi Langstrumpf, aber eben nicht soo oft, dass ich nicht mehr wüsste, wie oft.

Ich glaube, das hat mehrere Gründe.

Einmal gibt es zum Beispiel so viele Geschichten, die erkundet und gelesen werden wollen, dass kaum Raum für "alte Geschichten" bleibt, da ich ein langsamer Leser bin und sonst das Gefühl bekomme, "gar nicht mehr hinterher zu kommen".
Außerdem gibt es wenige Geschichten, die mich bisher wirklich wirklich vom Hocker gerissen haben. Beziehungsweise habe ich auch oft Sorge, dass mich die Geschichte beim zweiten Mal nicht mehr so mitreißen kann, sondern sich wie alte Kamellen anfühlt und ich dann enttäuscht bin (so wie es empty bookshelves ergangen ist).

Ich gucke auch Filme selten mehrmals. Und wenn, dann eher, wenn der Film "leichtere Kost" war und mich einfach erfreut und erwärmt hat oder mir die Story wirklich gut gefallen hat. Da man aber für ein Buch immer länger als für einen Film braucht, sind die Hemmungen vielleicht auch größer?!

Es gab natürlich Geschichten, die mir wirklich ans Herz gewachsen sind, z.B. "Der geheime Garten" oder "Eine Studie in Scharlachrot" und ich werde sie auch ganz bestimmt noch einmal zur Hand nehmen, aber momentan ist dafür nicht der richtige Zeitpunkt!

--- Bist du re-reader oder liest du lieber neue Geschichten? Hast du schon "totgelesene" Bücher im Schrank? --- Dieser Artikel ist die Antwort auf die von Buchfresserchen gestellte Montagsfrage. Mach doch gerne auch mit und setze deinen Artikel auf die Liste oder schreibe Buchfresserchen deine Antwort in die Kommentare :) ---

Donnerstag, 8. Juni 2017

Rezension: "Der Kuss der Lüge" von Mary E. Pearson

"Der Kuss der Lüge" ist Band I der "Chroniken der Verbliebenen", die - soweit ich weiß - vier Bände umfassen soll. Es hat 556 Seiten und ist im One-Verlag erschienen. Das Hardcover kostet 18 €. Und darum geht es:


Lia läuft am Tag ihrer arrangierten Hochzeit davon und beginnt, als Schankmädchen zu arbeiten. Zwei Männer sind ihr auf den Fersen: Einer, der sie töten soll, und der Prinz, den sie nicht heiraten wollte. Doch wer ist wer?

Wie einige andere vor mir auch, fand ich das Versteckspiel wirklich spannend. Ich hatte zwar vielleicht eine leise Ahnung zwischendurch, aber nicht selten habe ich diese in Frage gestellt. Trotzdem hatte dieses Versteckspiel nicht dazu geführt, dass ich das Buch unbedingt in die Hand nehmen und weiterlesen wollte. Es war nett - mehr erstmal aber auch nicht. Das lag zum Teil zwar auch daran, dass ich (wiedermal) nicht genügend Zeit hatte, um am Stück zu lesen, wodurch sich natürlich alles ziemlich in die Länge zieht, aber trotzdem sehe ich dieses Nicht-Verlangen als Schwachpunkt an, denn sonst hätte ich mir die Zeit ja vielleicht einfach genommen?!

Ab ungefähr der Hälfte nahm die Sache jedenfalls Fahrt auf und ich habe alles in einem Rutsch durchgelesen, weil ich es so interessant und spannend fand. Ich musste mir sogar jetzt im Anschluss direkt Band II holen, der Ende Mai erschienen war. Ich bin echt richtig angetan von Lias Geschichte und fiebere mit ihr mit. Die Geschichte weißt Elemente von Fantasy auf (es spielt in einer anderen Welt) und hat sogar einen epischen Anschlag.

Lia gefällt mir als Charakter gut und ich kann mich gut in sie hineinversetzen und ihre Handlungen auch nachvollziehen. Auch die beiden Männer sind gut dargestellt, mir allerhöchstens ein bisschen (auf ihre Art) zu ähnlich. Den Schreibstil finde ich super zu lesen, flüssig und sehr erzählerisch, aber nie zu ausschweifend.

Fazit: Ich mag die Geschichte sehr und kann das Buch wirklich weiterempfehlen, da es spannend ist bzw. wird und ein schönes Setting mit einer tollen Protagonistin erzählt. Einzig wegen der schleppenden Anfangsphase (die auch an mir lag, aber Rezensionen sind ja subjektiv) ziehe ich ein Pünktchen ab. Wenn es so weiter geht wie in Band I, dann hat die Reihe Potenzial, eine meiner neuen Lieblingsreihen zu werden.

Bewertung: 💝💝💝💝

Donnerstag, 1. Juni 2017

Unpacking Arvelle | Juni 2017

Es hat geklappt! Der Postbote hat mir ein Geschenk vor die Tür gelegt:














Ich war so richtig glücklich, als ich es gesehen habe! Zum zweiten Mal hab ich jetzt bei Arvelle bestellt und wie (viele andere vor mir auch) bin ich wieder von der Qualität überzeugt. Ich habe insgesamt fünf Bücher bestellt; zwei Mängelexemplare, drei Bücher, bei denen der Ladenpreis aufgehoben wurde. Die Preise sind einfach unschlagbar (dazu gleich mehr)!

Nun mal zu den einzelnen Büchern:

Hans Rath: "Und Gott sprach: Wir müssen reden!" 
Es geht um einen Psychotherapeuten, der einem unglückseeligen Zirkusclown begegnet, der sich für Gott hält und einen Therapeuten sucht.
Ich finde, dass der Inhalt einfach lustig, unterhaltsam und tiefgründig zugleich klang, deshalb habe ich es spontan in den Warenkorb gelegt. Das Buch ist nicht sonderlich dick, hat "nur" 270 Seiten, was ich ja immer ganz gut finde. Ursprünglich sollte es 8,99€ kosten und ist im Rowohlt Verlag erschienen. Auf der Rückseite hat das Buch einen Riss, aber für die Hälfte des Preises, ist das ok - und war ja zu erwarten bei Zustand "gut".

Patrick Ness & Siobhan Dowd: "Sieben Minuten nach Mitternacht"
Ein Junge, der jede Nacht Albträume hat, dessen Mutter an Krebs erkrankt ist und mit einem Monster befreundet ist, muss lernen, loszulassen.
Das Buch ist im Goldmann Verlag erschienen und ist eine illustrierte Hardcover-Ausgabe. Ich habe mir sagen lassen, dass es sehr traurig sein soll. Da bald der Film kommt (oder ist der schon draußen?!), sollte ich das Buch bald lesen, denn danach will ich entscheiden, ob ich mir den Film überhaupt "zumuten" kann... Toll klingt es auf jeden Fall schon! Insgesamt hat das Buch 213 Seiten. An der unteren Buchkante ist einige Dellen, aber die sieht man ja nicht, wenn es im Regal steht, und ansonsten ist die Qualität (bis auf den Stempel) makellos.

Ken Follett: "Sturz der Titanen", "Winter der Welt" & "Kinder der Freiheit"
In der Jahrhundert-Trilogie geht es um drei Familien in drei Ländern während eines Jahrhunderts.
Ich habe Angst, weil alle drei Bände so dick sind, aber mehrere Freundinnen haben mir die Bücher sehr ans Herz gelegt und haben mir versprochen, dass es nicht zu kriegslastig bzw. zu detailreich dahingehend ist. Auch wenn mich die riesige Seitenzahl abschreckt, bin ich richtig gespannt auf den Inhalt! Und das Angebot war unschlagbar: Eigentlich kosten alle drei Hardcover fast 90€, doch im Dreierpack gab es sie für knapp 20€!! Zwar habe ich die Bücher schon bei einigen Buchhandlungen im Angebot gesehen, aber alle drei zusammen wären trotzdem immer teurer gewesen. Da musste ich jetzt einfach zuschlagen. Bei den drei Bänden wurde der Ladenpreis aufgehoben, sodass sie eingeschweißt zu mir gekommen sind und keine Delle, keinen Ratscher, kein gar nichts haben. Toll!

--- Hast du schon eines der Bücher gelesen? Wie fandest du sie? ---

Dienstag, 30. Mai 2017

Regalschätze: "Die Physiker" von Friedrich Dürrenmatt

Bei einem Streifzug durch mein Bücherregal habe ich mal wieder ein Buch gefunden, das ich euch gerne vorstellen würde. Es ist vielleicht nicht jedermanns Sache, aber für mich war es die einzige Schullektüre, die mir von Beginn an gefallen hat.

In Dürrenmatts "Die Physiker" versucht Möbius die Welt vor seinen Erkenntnissen zu schützen, doch wie der Zufall es will, geht der Plan richtig schön nach hinten los... Typisch Dürrenmatt?!

Typisch Dürrenmatt! Durch das Vorwort und die 21 Punkte zu den Physikern wird der Sinn und Zweck von Dürrenmatts Denken deutlich, auch wenn es zunächst kryptisch wirkt. Er selbst bezeichnet das Stück als "Komödie", mutet es doch aber eher als Drama an. Für Dürrenmatt regiert der Zufall über den Fortgang von Geschichten. Bei vielen als "deus ex machina" verpönt, ist er bei Dürrenmatt der zentrale Punkt.


 Mir hat dieser Klassiker wirklich gut gefallen, da er auch die heutige Zeit noch widerspiegelt und immer wieder aktuell wird. Der Verlauf der Geschichte war allerdings zum Haare Raufen. Man kann es wirklich kaum glauben. Deshalb haben mich Möbius und der Fortgang des Stückes wirklich beeindruckt und noch heute bin ich davon sehr angetan. Da das Stück recht kurz ist, lässt es sich auch schnell lesen und ist auf jeden Fall eine Empfehlung! Gewarnt sei nur: Wie bei vielen Klassikern ist es nicht die modernste Sprache... Es ist aber trotzdem nicht schwer lesbar oder schwer verständlich.

Für mich gehören "Die Physiker" zu den Must-Reads!

Sonntag, 28. Mai 2017

Rezension: "Treffen sich zwei Gene" von Ernst Peter Fischer

Ernst Peter Fischer erklärt in seinem Sachbuch den Wandel unseres Erbguts und der Natur des Lebens. Er plädiert dafür, dass wir die Gene neu verstehen lernen müssen. Ernst Peter Fischer erklärt uns, dass man die Gene nicht mehr als starres Gebilde betrachten kann, da dies nach neuesten Erkenntnissen als überholt anzusehen ist. 

Ich fand Genetik in der Schule immer sehr interessant und da ich gerade Lust auf ein Sachbuch hatte, sprach mich dieses Buch direkt an. Allerdings hatte ich es mehr für einen Abriss davon gehalten, was Gene denn nun wirklich tun, es handelte sich jedoch eher um einen historischen Streifzug durch die Genforschung. Dieser Umstand hat es mir recht schwer gemacht zu verstehen, welche Erkenntnisse nun als haltbar und welche als überholt anzusehen waren, da immer wieder auf bereits vorgestellte Forschungsergebnisse zurückverwiesen und diese widerlegt oder ergänzt wurden.

Außerdem überstieg es leider mein Vorstellungsvermögen wie die Gene denn nun "funktionieren" sollen. Etwas anderes als ein starres Netzwerk kann ich mir einfach nicht vorstellen. Mag natürlich auch daran liegen, dass ich es vor fünf Jahren in der Schule noch etwas anders gelernt hatte. Wobei man natürlich bedenken muss, dass man im Rahmen des Biologieunterrichts nicht in die Tiefen und Einzelheiten eines Forschungsgebiets eintauchen kann. Leider!

Das Problem ist wohl der Umstand, dass der Forschung noch ganz viel fehlt. Es ist noch lange nicht alles aufgeklärt, was die Faszination der Gene ausmacht. Daher war es mir vielleicht auch nicht besser möglich, die Funktionsweise zu verstehen, da die weitergehende Einsicht allen fehlt. Es entstanden einfach viele Fragezeichen; allerdings Fragezeichen, die
einfach noch ungeklärt sind und dadurch nicht näher erläutert werden konnten.

Trotzdem hat Ernst Peter Fischer es wunderbar verstanden, mit einer guten verständlichen Sprache durch die Geschichte der Gene und der Genforschung zu führen, was unter dem vorher genannten Gesichtspunkt sehr hilfreich war. Mit dieser Sprache hat er auch die aktuellen Forschungsergebnisse möglichst genau erklärt, ohne dabei zu wissenschaftlich zu werden. Diese Schreibweise hat mir gut gefallen. Er hat auch einige interessante Thesen aufgeworfen.

Eine davon war z.B. dass die Menschen immer der Forschung die Schuld geben. Die Forscher entdecken etwas und dann erwarten die Menschen, dass sie erforschen, wie sie die Folgen ihrer Forschung wieder beseitigen oder eindämmen können. Dabei sind es alle Menschen, die nach Erkenntnissen dürsten, weshalb auch alle die Verantwortung dafür übernehmen müssten.
Eine These, die mich sehr angesprochen hat.

Das Buch endet auch mit Thesen und einem Plädoyer über das Verständnis von Genen, die einen nachdenklich hinterlassen.

Man muss sich bei der Lektüre dieses Sachbuchs darauf einstellen, dass man mit seiner Vorstellungskraft an seine Grenzen kommen könnte. Ernst Peter Fischer hat es für mich jedoch so einfach wie möglich gemacht. Das Buch hat nicht den Anspruch (wie ich vorher fälschlicherweise) "die Hosen runterzulassen" und die bekannten Puzzleteile über Gene zusammenzusetzen, sondern wirft das bisherige Bild über den Haufen und setzt es neu zusammen. Ich habe sehr viel über die Gene gelernt, auch wenn sie mir nun ein noch größeres Rätsel sind als zuvor. Doch manchmal muss man wohl von seinem Standpunkt abrücken?

Eine Leseprobe und weitere Infos findest du hier.

Bewertung: 💝💝💝

Samstag, 27. Mai 2017

Selbst-Experiment #1: "Schrankgeister" auf Wattpad

Ihr habt doch sicher mal vom NaNoWriMo (National Novel Writing Month) gehört, der im November stattfindet? Dieses Ding mit 30 Tagen, 50.000 Wörtern 😉
So etwas ähnliches plane ich nun als Selbst-Experiment. Ich möchte wieder mehr ins Schreiben kommen und etwas über mein Schreibverhalten (und potenzielle) Leser lernen. Deshalb habe ich das erste Kapitel eines Jugend-Kurzromans bei Wattpad hochgeladen. Das Ziel sind nicht (wie beim NaNO) 50.000 Wörter in 30 Tagen, sondern plottlos draufloszuschreiben und was so spontan "aus mir rauskommen kann".

Es geht um Eve, die 15 Jahre alt und für ihren Schwarm unsichtbar ist. Als sie eines morgens in seinem Schrank aufwacht, beginnt jedoch alles anders zu werden... 

Wieso ist sie in seinem Schrank aufgewacht? Wie kam sie dort hin?

Genau wie beim NaNo möchte ich mich selbst von der Geschichte überraschen lassen und vor allem möchte ich versuchen, den inneren Korrektor auszuschalten und die Geschichte "naturbelassen" fortsetzen. Ich bin gespannt, was und ob überhaupt etwas dabei herauskommt. Ich kann also nicht versprechen, dass diese Geschichte fortgeführt wird, aber dafür ist ein Experiment ja da. Es soll ausdrücklich ein Kurzroman sein, da ich vermute, dass die Geschichte insgesamt nicht allzu viel Plot hergeben wird, aber für mein Experiment ist das ausreichend. Schreib mir doch auch gerne in die Kommentare, ob du Interesse an Berichten darüber hast, wie es für mich läuft.

Ich freue mich sehr, wenn du dir die Geschichte durchliest und mir deine Meinung dazu sagst!
Hier der Link zu "Schrankgeister".

Dienstag, 23. Mai 2017

Rezension: "Pokémon - Die ersten Abenteuer" Bd. 1 + 2

Ich liebe Pokémon! Liebe es schon seit meiner Kindheit! Nun habe ich den Pokémon-Manga für mich entdeckt.

In der Reihe "Die ersten Abenteuer" begleitet man Rot, wie er von Alabastia mit seinen Pokémon auf Abenteuerreise geht. 

Wer sich eine Nacherzählung der Anime-Serie wünscht, der wird auf jeden Fall enttäuscht. Rot und Ash sehen sich zwar ähnlich, aber für mich persönlich haben sie nicht viel gemeinsam, außer ihre (leichte) Naivität und dem unzerstörbaren Glauben an die Pokémon. Im Gegensatz zu Ash hat Rot auch schon ein Pokémon: Quaputzi.
Auch wenn sie sich also vom Charakter her ähneln, ist die Geschichte der beiden anders.

Heißt anders = schlecht? Klares Nein! Ich bin einfach absoluter Pokémon-Fan und atme jede Geschichte ein wie Luft. Rot tritt in jedem Kapitel gegen ein anderes Pokémon an und versucht, seinen Pokedex zu vervollständigen; außerdem kämpft er gegen die Arenaleiter. Bis zum Ende von Band 2 hat er leider aber noch keine Begleiter bekommen, aber wer weiß, ob sich das noch ändert?

Die Zeichnungen haben mich sofort wieder ins Pokémon-Feeling gebracht und auch die Geschichten stehen der Serie nicht nach. Die Mangas haben ca. 200 Seiten und lassen sich gut zwischendurch als Pageturner weglesen. Ich habe die beiden ersten Bände jedenfalls sehr gemocht!

Bewertung: 💝💝💝💝

--- Kennt ihr noch andere gute Mangas? Hast du schon mal einen Pokémon-Manga gelesen? ---

Samstag, 20. Mai 2017

Prüfungsversagen

Ich sitze da
und starr es an,
das weiße Blatt Papier.
Weiß nicht, 
was ich schreiben soll
und hoffe noch bei mir,
dass die Prüfung leichter ist,
viel leichter als gedacht,
doch sehe ich nur Buchstaben
hab'n keinen Sinn gemacht.

Ich sitze da
und starr es an,
und starr so lange, bis es endet.
Weiß nicht,
was ich schreiben soll,
wie man's auch dreht und wendet.

Ich sitze da,
und starre weiter
weiter auf das Prüfungsblatt,
weiß nicht, 
dass ich's sehr wohl kann
und setz mich auf Schachmatt.

Mittwoch, 17. Mai 2017

Sommerbotschaften

Will da etwa der Frühling kommen und Sommerbotschaften schicken? Die Sonne lacht durch die Wolken, färbt den Himmel strahlend blau. Flüsse und Seen blicken nicht mehr so traurig drein und die Vögel zwitschern.
Hörst du die süße Melodie, die sie sich zuflüstern? Jeder singt sein Lied und doch klingt es nie gleich. Knospen öffnen sich und zeigen ihre höchste Pracht. Ein Strahlen wird zum Lächeln.
Es riecht nach frisch gemähtem Gras und die letzten Tropfen des Regens verdunsten und steigen zur Sonne auf, die da thront über all den Tieren, die erwachen. Das Lebendige, das die Trägheit ablegt.
Ein Schmetterling setzt sich auf einen Flieder, faltet seine Flügel aus und begrüßt den Frühling, den Boten des Sommers. Irgendwo summt eine Biene auf der Suche nach dem Saft der schönen Jahreszeit. Saftiges Grün und leuchtende Farben, den Kühen schmeckt es schon.
Mit jedem Sonnenstrahl erblüht die Welt, jeden Tag ein wenig mehr. Und die Botschaft des Glücks dringt zu uns durch, du musst sie nur fangen! Fang es ein, atme die blumig duftende Luft und träume.

Montag, 15. Mai 2017

Sei glücklich! - Der Imperativ an dich selbst

Wenn man in der Vorlesung beginnt, abzuschalten, dann geht einem so einiges durch den Kopf; oder zumindest mir geht es so. Die Gedanken schweifen ab und sind so ganz und gar nicht mehr beim Thema. Heute mal eine etwas andere Geschichte, Gedanken zum Glücklichsein.

Aufrecht und zufrieden durchs Leben
gehen wie ein Erdmännchen?
Bin ich glücklich?, hab ich mich also in der Vorlesung gefragt - und wusste nicht 100%ig eine Antwort. Ich habe alles, was ich mir wünschen kann, aber oft strebt man nach mehr. Dieses ständige Streben nach mehr, das kann doch gar nicht glücklich machen, oder? Ist es mir dadurch verwehrt? Vielen geht es so, dass sie immer nur höher, weiter, schneller, besser sein wollen... Man hetzt Idealbildern hinterher, die es so nicht gibt, die Illusionen sind; setzen uns selbst unter Druck. Dies ist auch den Sozialen Medien geschuldet, die uns ständig die Chance geben, uns mit anderen zu vergleichen.
Ist Glücklichsein nicht gar eine Entscheidung? Natürlich gibt es gute und schlechte Momente, aber ich meine die Grundeinstellung und nicht noch mehr Druck, das "Glück endlich zu finden". Wer positiv in die Welt schaut und sich nicht immer selbst verurteilt, der lebt glücklicher, das glaube ich ganz fest.
Und wenn du beschließt, glücklich zu sein und aufhörst, nach dem Glück zu suchen, dann lässt sich das Leben viel leichter genießen und das "Glück" (nach dem so viele suchen) kommt von ganz allein.

Versuche es doch einmal, "beschließe" glücklich zu sein und schaue positiv auf die Welt. Ich musste schon oft die Erfahrung machen, dass man nicht immer alles so ernst, verbissen und negativ sehen sollte. Lass die Sonne in dir scheinen und das wirst du auch ausstrahlen. Manchmal muss man einfach nur "das Beste daraus machen", um eine tolle Zeit zu haben.
Deshalb bin ich überzeugt, dass uns dieser "Beschluss" hilft, zu einer positiveren und freundlicheren Grundeinstellung zu gelangen und zwar - und vor allem - mit uns selbst!

--- Wen das Thema "Zufriedenheit" mit sich selbst weitergehend interessiert, dem kann ich auf jeden Fall den Blog von Lucie Kallies empfehlen, den ich sehr gerne lese!! ---

Samstag, 13. Mai 2017

Rezension: "Die Menschheit hat den Verstand verloren - Kriegstagebücher" von Astrid Lindgren

Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Pippi Langstrumpf habe ich schon immer geliebt, kannte bei weitem aber nicht alle Figuren und Geschichten von Astrid Lindgren. 
Die Kriegstagebücher haben mir einen ganz neuen Eindruck in das Leben und Wirken von Astrid Lindgren gewährt. Mich haben sie sogar so fasziniert, dass ich mir aus der Bibliothek nun eine Biografie über sie ausgeliehen habe, um einige Informationen mehr zu erhaschen, da sie 1944 von einem für sie anstrengenden Jahr berichtet, dies aber nicht genauer ausführt.















In dem Buch werden auch einige Faksimiles gezeigt, sodass man einen noch persönlicheren Eindruck bekommen konnte.

Lindgren hat wirklich die ganzen Kriegsjahre über festgehalten, was in der Welt passiert ist. Ihre Arbeit bei der Postkontrollanstalt hat ihr einmalige Einblicke in  die Verhältnisse in allen Teilen Europas erlaubt, die sie ehrlich und ohne Beschönigungen wiedergegeben hat. Sie betete für den Frieden und für die Menschen, half bei Spendenaktionen für Finnland und Norwegen und lebte ständig in dem Bewusstsein, dass es nicht selbstverständlich war, dass es ihnen in Schweden so gut ging, und dankte dafür, bangte aber auch, dass es so bleiben würde.

Es war unglaublich, bestätigt zu lesen, was man im Geschichtsunterricht gelernt hat. Dazu kam die Verwebung mit dem Leben Astrid Lindgrens und ihrer Schrifteller-Karriere, die während dieser Kriegsjahre mit dem ersten Manuskript von Pippi Langstrumpf begann.

Mir war schon immer bewusst, dass ich Lindgren faszinierend finde. Nicht umsonst las ich ihr zu Ehren als 8jährige nochmal Pippi Langstrumpf durch, nachdem sie gestorben war. Doch wie beeindruckend ich sie finde, haben mir erst die Kriegstagebücher gezeigt. Ein einmaliger Einblick aus der Rolle eines "neutralen" Beobachters auf die Verrücktheit der Menschen. Denn eins wird deutlich: Lindgren reflektiert die weltpolitischen Handlungen kritisch und stellt sie immer wieder in Frage. Verliert dabei jedoch nie die Hoffnung und manchmal gar kindliches Unverständnis für die Geschehnisse der Welt an den Tag. Hätten andere dies zur selben Zeit auch getan, hätte es eines Krieges womöglich gar nicht bedurft. Aber wie Astrid Lindgren passend formulierte: "Die Menschheit hat den Verstand verloren".


Mittwoch, 10. Mai 2017

Gedanken zu "Pippi Langstrumpf"

Pippi ist stark!
Aufgrund eines Blogbeitrags von Jasmin Zipperling ist mir die Idee gekommen, meine Geschichte zu Pippi Langstrumpf zu erzählen.

Die Filme mit Inger Nilsson hatte ich schon so oft gesehen, noch heute sehe ich sie mir an Heiligabend/Weihnachten gerne im ZDF Kinderprogramm an. Es sind einfach zeitlose Klassiker. Meine Mutter besaß aus eigenen Kindertagen die 3-bändige blaue, kleine Pippi-Ausgabe. Das wusste ich als junges Kind noch nicht und so erquengelte ich mir auf einem Ausflug mit meiner Oma und meiner Patentante ein Exemplar der grünen Gesamtausgabe aus dem Oetinger-Verlag. Es war zumindest eins der ersten Bücher, die ich selbstständig durchlas, denn vorher brach ich Bücher schnell ab, weil mich die Lust verließ. Als ich nun als 8jährige hörte, dass Astrid Lindgren gestorben war (2002), da wollte ich ihr zu Ehren unbedingt noch einmal Pippi Langstrumpf aus meiner grünen Gesamtausgabe lesen. Dies tat ich auch und führte zeitweise sogar ein "Lesetagebuch" auf einem Zettel. Ich weiß noch, dass ich mich immer wunderte, wieso die Filme anders waren, was wir vor allem bei "Pippi in Taka-Tuka-Land" auffiel, aber gestört hat es mich eigentlich nie. Diese Gesamtausgabe gehört auf jeden Fall zu meinen Heiligtümern im Regal, die ich niemals abgeben würde.

Natürlich fand ich Pippi toll, was sie alles konnte, was sie durfte... aber am meisten habe ich mich immer mit Annika identifiziert.
Pippi und ihre Geschichten gehören einfach zu meinem Leben dazu und sind nicht wegzudenken; ich werde sie auch meinen Kindern vorlesen und diese hoffentlich ihren. Für mich ist Pippi nicht direkt ein Vorbild, sondern eher eine Figur, die dich träumen lassen kann.

--- Wie stehst du zu Pippi? Wolltest du immer sein wie sie? Oder haben dich ihre Abenteuer eher kalt gelassen? ---

Dienstag, 9. Mai 2017

Gastbeitrag "Goslar - charmante Stadt im Harz"

Soeben ist bei LexasLeben ein Gastbeitrag von mir erschienen. Er handelt von Goslar und vielleicht hast du ja auch Interesse daran! Es geht auf jeden Fall darum, wie mir die Stadt gefallen hat und was man dort so unternehmen kann. Den Beitrag findest du hier...

Schau doch mal vorbei und sag Lexa und mir gerne deine Meinung! 😀

Sonntag, 7. Mai 2017

Definition: Liste


Liste, die. Schreibt sich anders als der Komponist. Hat nichts mit dem Ökonom zu tun, heißt nämlich nicht Friedrich. Trotzdem Ursprung aus Wortstamm „List“. Die gemeine Liste ist eine Methode zum Dran-Denken, wahrscheinlich erfunden durch besonders vergessliche Menschen. Die List (eines Menschen), etwas nicht zu vergessen, kann namensgebend gewesen sein. Natur (des Vergessens) wird überlistet. Erste Listen wohl schon auf Steintafeln nachgewiesen, soll ja 10 Gebote gegeben haben. Können aber unterschiedlich lang sein; auch langweilig. Daten meist thematisch passend aufgelistet. Die Lebensdauer einer Liste ist unterschiedlich, kommt auf den Züchter an. Die gemeine Liste kann unbrauchbar werden, wenn sie abgearbeitet wurde. Kann auch Überblicks-Informationen enthalten. In diesem Fall längere Lebensdauer. To-Do-Listen zählen zu den Listen mit der geringsten Lebensdauer. Anschaffung muss daher nicht zu überlegt sein, kann den Alltag sogar erleichtern, auch in höherer Anzahl. Als gefährlich sind Wartelisten einzustufen, können einen leicht überleben. Von einer Liste zur Listenführung ist abzuraten. Kinder langsam an Listen heran führen, nicht ungeduldig werden. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie ihren Arzt oder Apotheker.

Samstag, 29. April 2017

Neuzugänge April 2017

Ich hab richtig im Buchladen zugeschlagen! Sogar die Verkäuferin war verdutzt...
Wenn du wissen willst, was ich ergattert habe, dann höre doch meinen Podcast auf YouTube. 😊

Samstag, 15. April 2017

Rezension: "Das Geschenk der Mademoiselle Alice" von Samantha Bailly

Es geht um Alice Duval, die immer wieder auf die falschen Männer reingefallen ist. Seitdem sieht sie die Verbindungen zwischen den Menschen. Doch als sie ihren Chef trifft sieht sie plötzlich nichts... was dann folgt, verändert alles.

Der Schreibstil habe ich als schlicht und einfach empfunden, wodurch es aber auch nicht anstrengend zu lesen war, allerdings auch nicht durch Außergewöhnlichkeit brillieren konnte.
Wer eine typische Liebesgeschichte erwartet, wird auf jeden Fall enttäuscht. Der Klappentext passt gar nicht zum Inhalt!
Es geht mehr um die persönliche Weiterentwicklung als um eine Liebesgeschichte. Anfangs war ich selbst davon jedenfalls vor den Kopf gestoßen, auch wenn es zum Ende hin noch etwas besser wurde. Am Ende haben sich einige Charaktere auch noch als etwas tiefer herausgestellt, da ich am Anfang das Gefühl hatte, die Geschichte strotzt nur so vor Oberflächlichkeit. Auch mit Alice selbst konnte ich anfangs nichts anfangen, da ich mich leider nicht mit ihrer Denk- und Handlungsweise identifizieren konnte. Dies hat sich auch bis zum Ende nicht komplett gedreht.
Wie gesagt: Die Sprache konnte mich nicht vom Hocker reißen und die gesamte Umsetzung war ok, aber mehr auch nicht... Die Lektüre war leicht, nahm aber gegen Ende an Tiefe zu. Dies hat trotzdem nicht dazu geführt, dass sich mein erster Eindruck noch gewandelt hat. Auch wenn die Idee der Geschichte spannend klang, hat sie mich leider nicht mitgerissen, sodass ich relativ unbeeindruckt blieb.

Bewertung: 💝💝

Freitag, 31. März 2017

Meine Lieblingstasse - eine Geschichte

Geschichten gibt es auch im Alltag! Im Rahmen einer Blogparade zum Thema Lieblingstassen möchte ich gerne die Geschichte hinter meiner (aktuellen) Lieblingstasse erzählen. Und das ist das gute Stück:
Meine Lieblingstasse ist eine handbemalte MILA "München"-Tasse, die ich auch dort gekauft habe. Ich habe noch ca. 6 andere Tassen, diese ist aber schon seit längerer Zeit mein Favorit. Ich finde Tassen, mit denen ich auch etwas verbinde, am besten, auch wenn ich mich nicht unbedingt als Tassen-Sammler bezeichnen würde. Da ich solche erinnerungsbezogenen Tassen gut finde, würde ich solche den Tassen, die "nur" kluge Sprüche drauf haben, oft vorziehen. Gerade deswegen ist diese Tasse genau richtig! Und als Becher hat sie auch eine schöne handliche Form, ist dabei aber auch nicht zu groß. 

Nun zur Geschichte: Vor ca. 2 Jahren habe ich für einen Monat in München in einer WG gewohnt, um dort ein (sehr sehr spannendes) Praktikum zu machen. Während dieser Zeit habe ich viel in München gesehen, war unter anderem bei 1860, beim Basketball und in der Philharmonie. Ich hatte wirklich vier tolle Wochen dort, in denen ich einiges über mich selbst gelernt sowie tolle neue Leute getroffen habe - und vor allem war es eine Zeit, in der man mal gesehen hat, wofür man überhaupt studiert. Man hat also endlich mal ein Ziel vor Augen bekommen, was einem später Spaß machen könnte. Außerdem war es eine tolle Erfahrung, wie man sich innerhalb so kurzer Zeit, mit den Gegebenheiten wie z.B. dem Netzfahrplan auseinandersetzen und sich zu eigen machen kann. Etwas, das man sich "selbst erschlossen hat" quasi.
Mir hat die Stadt unglaublich gut gefallen, sie ist sehr hübsch und ich mag Bayern, da ich dort schon oft im Urlaub war. Ich denke an diese Zeit immer gerne zurück und die Tasse, die ich mir dort als Andenken gekauft habe, hilft mir bei jedem Schluck, den ich daraus trinke, dabei!

ps. Diese handbemalten Tassen gibt es auch von vielen anderen Städten!

Donnerstag, 30. März 2017

2 Genres, die du dir einmal ansehen solltest!

Liest du immer im gleichen Genre? Oder liest du lieber querbeet?
Ich habe zwei Ideen, wie du deinen Genre-Horizont etwas erweitern kannst:

1. Sachbücher
Ja, es klingt langweilig. Aber wie bei fiktionalen Texten, gibt es eine Fülle an Themen, von denen dich bestimmt eines interessiert. Egal, ob Biografie, Naturwissenschaft, Religion oder Geschichte... es ist für jeden was dabei! Erst kürzlich bin ich "aus Versehen" in den Sachbuchabteilung meiner Lieblingsbuchhandlung gelandet und habe eine Vielzahl an spannenden Büchern entdeckt, sodass ich mich gar nicht mehr entscheiden konnte. Zwei Nachteile sind zwar, dass es zum einen oft SEHR dicke Schinken sind und zum anderen wirklich sehr abhängig vom Schreibstil des Autors ist, da es sonst schnell sehr trocken werden kann, aber die Mühe nach einem interessanten Buch lohnt sich. Der Nebeneffekt dabei ist noch die Wissenserweiterung, die aber nicht dabei im Vordergrund stehen sollte. Man muss sich auf das Thema einfach einlassen. Im Grunde nicht anders als bei fiktionalen Büchern, nur dass die "Geschichten" eben echt sind!

2. Mangas
Lassen sich schnell lesen (wie Comics) und sind teilweise wirklich toll gezeichnet. Sie können wirklich eine tolle Abwechslung zu dem großen Buchstabenmeer sein, dass ein "normales" Buch sonst mitsich bringt. Ich muss gestehen, dass ich bisher nur Pokémon-Mangas gelesen habe, aber diese haben mir wirklich gut gefallen. Probiert es doch einfach mal aus! Und auch hier gibt es eine riesige Bandbreite an verschiedenen Richtungen, durch die man sich lesen kann.

Viel Spaß beim Ausprobieren! Und lasst mich gerne von euren Erfahrungen wissen!

Mittwoch, 29. März 2017

#shelfie - mein Bücherregal

Das ist mein Regal, naja zumindest eines davon. Es ist mein Zweitregal in meiner WG, der Rest meiner Schätze steht in der Heimat, da ich für alle leider nicht genügend Platz hier habe. Ich lade dieses #shelfie im Rahmen der Blogparade zum Thema Shelfiesunday von Lexa hoch. Es ist ein Expedit-Regal... von ihr wisst schon wo 😉, welches in meinem Zimmer als Raumteiler fungiert.
Es ist ein buntes Durcheinader aus Büchern, die ich besonders mag, und solchen, die ich noch lesen muss (also ein Teil meines Subs). Der Rest besteht aus Andenken/Geschenken/Mitbringeln (oben rechts) und DVDs. In den Kartons befinden sich - ebenfalls - DVDs und Postkarten.

Da die Masse an Büchern überschaubar ist, habe ich ehrlich gesagt auch kein System in der Sortierung. Ich hatte die Bücher mal nach Farben sortiert, aber - wie man unschwer erkennt - habe ich dies zur Zeit wieder aufgegeben. Das einzige, was deutlich werden dürfte, ist, dass ich "Friends"-Fan bin 😄

Montag, 27. März 2017

Keksmond twittert!

Hallo ihr Lieben,
hier nur eine kleine Info: Ab sofort habe ich einen Twitter-Account! 🎈🎈 Dort bleibt ihr immer auf dem Laufenden, wenn es hier etwas neues gibt, und ich freue mich auf den Austausch mit euch!
Ihr findet mich hier! 😉
Liebste Grüße und zwitschert schön!

Sonntag, 26. März 2017

Für Darts-Fans: Ein Buch von Elmar Paulke

Heute habe ich mal einen Tipp aus dem Bücherregal meines Freunds:
"Game on!: Die verrückte Welt des Darts" von Elmar Paulke, der als Sportkommentator bekannt ist. Ich durfte live erleben, wie beliebt er bei den Fans des Darts ist.
Er meinte, dass das Buch wunderbare Einblicke hinter die Kulissen eröffnet, aber auch viele Anekdoten erzählt. Für jeden Fan also ein super Tipp!
Die Stimmung beim Darts ist jedenfalls klasse und deshalb denke ich, dass es sehr spannend ist, einiges aus dem Nähkästchen zu erfahren.

Samstag, 18. März 2017

Rezension: "Jonah" von Laura Newman

Ich bin noch ganz mitgenommen vom Ende des Buches...

Zum Inhalt sei erstmal zu sagen: Emily will ihren Sommer lesend und allein auf dem Land verbringen, ihre Großmutter ist nur am Tage bei ihr und sie möchte die Ruhe genießen. Doch direkt am ersten Tag macht ihr der Nachbarsjunge Jonah einen Strich durch die Rechnung.

Klingt erstmal nach typischer Liebesgeschichte: Junge trifft Mädchen. Wie ich bereits in einem früheren Blogartikel erwähnt hatte, tat ich mich zu Beginn des Buches auch ziemlich schwer, aber das war einzig und allein der fehlenden Zeit zuzuschreiben. Als die Geschichte erstmal ins Rollen gekommen war, musste ich mir einfach krampfhaft Zeit für dieses Buch nehmen, um es endlich durchlesen zu können. Ich wollte immer noch mehr wissen. Zwar war natürlich etwas absehbar, worauf das ganze Hinauslaufen wird, aber die Hoffnung, dass meine Vermutungen falsch sind, haben die Spannung aufrecht erhalten und ich brauche auch nicht immer etwas Unvorhergesehenes, oftmals - wie hier auch - reicht es, wenn man die Charaktere ins Herz schließt und man bei ihnen bleiben möchte. Ich wollte so sehr bei Jonah bleiben... und dann war das Buch vorbei. Das Ende war konsequent, aber ich war trotzdem traurig, bin immer noch völlig im Regen stehen gelassen damit. Es ist nämlich nicht einfach eine typische Liebesgeschichte, wie man von der Inhaltsangabe her vermuten könnte. Es ist so viel mehr; Realität mit einem Hauch mehr von Thriller und Fantasy. Eine so berührende Geschichte. Ein so berührendes Ende. Dieser Jonah, der bleibt im Gedächtnis.
Meckern auf hohem Niveau: Ich hatte die BoD Taschenbuch-Ausgabe und die Zeilen waren mir viel zu eng gedruckt und die doch öfter auftretenden Rechtschreibfehler haben mich zwischendurch stocken lassen beim Lesen. Aber egal, alle Formalien über Bord werfen: Jonah ist so viel mehr Geschichte als es scheint und wer rätselhafte wie auch berührende Geschichten mag, der wird bestimmt keinen Fehlgriff landen. Mir hat das Buch jedenfalls ziemlich gut gefallen!

Montag, 13. März 2017

The Addams Family (Musical)

Wednesday, die Tochter der Addams, ist erwachsen geworden und möchte Lucas heiraten. Ihre beider Eltern wissen davon noch nichts, deshalb soll es ihnen bei einem gemeinsamen Dinner erzählt werden. Wednesday bittet ihren Vater um Hilfe, der jedoch normalerweise nie ein Geheimnis vor seiner Frau Morticia hat. Auch Onkel Fester, Bruder Pugsley, die Oma und der Butler sind mit von der Partie.

Das Musical dauerte mit Pause fast 3 Stunden. Beinah etwas lang für meinen Geschmack. Es gab einige Szenen / Songs, die die Handlung nicht wirklich voran brachten. Wie gut die Figuren getroffen wurden, kann ich selber nicht beurteilen, da ich weder den Film noch die Serie gesehen habe, habe mir aber sagen lassen, dass die Charaktere gut getroffen seien.
Die Musik war poppig und eingänglich, wurde live von einer Band gespielt. Der Gesang war gut verständlich, wie es bei einem Musical sein sollte.
Das einzige, was mir einfach nicht klar werden wollte, war die Addams Family selbst: Warum sind sie so makaber? Das wurde leider nicht erläutert... aber hätte ich eine Vorbildung in die Richtung gehabt, hätte ich dies sicherlich gewusst; ein Blick in den Wikipedia-Artikel hätte schon geholfen ;)
Wer also Fan von dieser Familie ist, der kommt auf jeden Fall auf seine Kosten, und alle anderen werden einfach gut unterhalten! Ganz nach dem Mott: "Verrückter sein als du".

Mittwoch, 8. März 2017

Wie die Zeit ein Buch verschlechtert

Wie gut dir ein Buch gefällt, ist nicht immer nur abhängig davon, wie gut oder wie schlecht es tatsächlich ist. Viel hat auch damit zu tun, was die äußeren Umstände hergeben.

Ein kleines Beispiel: Ich lese gerade "Jonah" von Laura Newman. Leider hatte ich in den letzten vier Wochen nur wenig Zeit, um mich ganz dem Buch zu widmen, sodass ich in dieser Zeit nur ca. 60 Seiten gelesen habe. Es zog sich so sehr, es passierte nichts, was sich für mich lohnte, dranzubleiben. Und doch: Nun da das Buch auf die Seite 100 zugeht, bekommt die Geschichte Fahrt. Ich könnte schwören, dass ich gar nicht auf die Idee gekommen wäre, dass das Buch "schlecht" sein könnte, hätte ich diese 60 Seiten an einem Abend gelesen.

Warum ist das so? Dadurch, dass ich nur wenig Zeit hatte, habe ich die zur Verfügung stehende Zeit lieber anderen Sachen gewidmet als dem Buch, da es mich noch nicht gepackt hatte. Aber durch diese Streckung über vier Wochen, kam geradezu Langeweile auf. Die wenigen Seiten, die ich alle paar Tage las, zogen die Geschichte künstlich in die Länge wie Kaugummi.

Es tut mir so leid! Das Buch hat es wirklich nicht verdient, so gedehnt zu werden. Was also tun? Nicht zu schnell aufgeben. Wenn man gerade nicht viel Zeit hat, um zu lesen und sich ganz dem Buch hinzugeben, das man vor sich hat, dann sollte man dem Buch trotzdem noch eine Chance geben. Oftmals relativiert sich der erste Eindruck, wenn man weiterliest.
Hätte man nämlich die ersten 50-100 Seiten "in einem Rutsch" gelesen, dann wäre einem die Handlung vermutlich gar nicht so zäh vorgekommen.

Es liegt also nicht immer alles am objektiven Eindruck, sondern es können auch subjektive / persönliche Umstände ihren Teil dazu tun. Jede Geschichte verdient auf jeden Fall eine faire Chance!

--- Ist es dir auch schon einmal so gegangen? Was hast du dagegen getan? ---

Freitag, 24. Februar 2017

Eine kleine Geschichte vom Warten

Es war einmal ein Mann, der saß an einer Bushaltestelle. Er wartete auf den Bus. Manche Leute, die vorüber gingen, wunderten sich, wieso der Mann dort so lange saß - immer in der selben Position: gerader Rücken, im 90 Grad-Winkel aufgestellte Beine, die Hände auf den Oberschenkeln abgelegt und den Blick geradeaus gerichtet. Er sah in die Ferne. Wohin er dort genau sah, konnte niemand mit Bestimmtheit sagen. Vielleicht in ein Reich, das keiner von uns sehen konnte, vielleicht auch nur bis zur gegenüberliegenden Hauswand.
Regen und Sturm konnten ihm nichts anhaben, er wartete beharrlich auf den Bus. Und als der Bus endlich kam, nach Tagen des Wartens - und der Busfahrer die Tür öffnete und dem Mann freundlich zu lächelte - da stand der Mann auf, ganz strikt und verklemmt, ging einige Schritte auf den Busfahrer zu, um dann links am Bus vorbei zu gehen... zurück nach Hause.

--- Meint ihr nicht auch, dass wir viel zu viel Zeit des Lebens mit Warten verbringen? Was meint ihr, wohin der Mann gesehen hat? Wieso ist er wohl wieder nach Hause gegangen, statt mitzufahren? ---

Donnerstag, 16. Februar 2017

Träum dich weg: Max Giesiger - "Wenn sie tanzt"

Wir träumen zu wenig. Wir sind zu fokussiert darauf, immer weiter zu kommen (auch eine Art von träumen). Aber statt uns ersteinmal vorzustellen, wohin wir wollen, was wir wollen, sind wir nur ständig am Ackern und machen uns dabei kaputt, reiben uns auf. Meistens für andere. Wir müssen es uns gönnen, durchzuatmen! Träumen macht Spaß. Man kann alles. Fliegen, zum Beispiel. Flieg los!
"...und wenn sie tanzt, ist sie woanders, für den Moment, dort wo sie will. Und wenn sie tanzt, ist sie wer anders, lässt alles los, nur für das Gefühl. Dann geht sie barfuß in New York, schwimmt alleine durch Alaska, springt vor Bali über Bord und taucht durch das blaue Wasser. Und wenn sie tanzt, ist sie woanders, lässt alles los, nur für das Gefühl..."
(c) Max Giesinger - "Wenn sie tanzt"

Wer träumt sich nicht gern einmal woanders hin? In Zeiten von Stress und einer ständigen Hetzerei von Termin zu Termin gibt es doch kein besseres Balsam als zu träumen. Max Giesinger macht in seinem Song "Wenn sie tanzt" genau darauf aufmerksam. Er greift mitten rein in die Wirklichkeit der Gesellschaft.
Viele leben ständig an ihrer Belastungsgrenze. Dass man sich nicht zerreißen kann, weiß eigentlich jeder, doch trotzdem versucht es jeder. Burn-Out und Depressionen werden immer alltäglicher; jeden kann es treffen. Deswegen sollte man Acht auf sich geben. Einfach mal durchatmen; nimm dich raus! 
Lausche einmal Max Giesinger. Was macht dir Freude? Womit kannst du dem Alltag entfliehen? 
Zu träumen ist immer erlaubt. Träumen ist nicht nur als Ziel gemeint, sondern vor allem als Ruhepohl. Allein durch das Hören dieses Lieds, werde ich ruhig, bekomme ein bisschen Fernweh - und Lust, zu tanzen. Es beschreibt die Geschichte einer Frau, die ihrem Alltag nur kurz entkommen kann (wenn sie tanzt) und sich weit weg träumt. Ich stelle mir eine Frau vor, die die Arme ausbreitet und sich im Kreise dreht, während sie ihr lächelndes Gesicht in Richtung Sonne streckt. Wir alle sollten es ihr gleichtun!

Sonntag, 12. Februar 2017

Das Abschiedsdinner (Theaterstück) oder: Wann endet eine Freundschaft?

Das Theaterstück von Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière war wunderbar!

Pierre und Clode bemerken, dass sie Zeit mit "Freunden" verbringen, die es eigentlich nicht sind, weil die sogenannte "Freundschaft" bloß noch von längst Gewesenem lebt. So geben sie ein Abschiedsdinner für Antoine, der nicht weiß, dass es das letzte Fest sein wird und danach der Kontakt abbrechen soll. Pierre und Clode tun alles, damit es der schönste Abend wird. Allerdings bemerkt Antoine, was die beiden vorhaben, und beginnt, um die Freundschaft zu kämpfen.

Es hat mir so unglaublich gut gefallen! Das Stück war witzig, die lediglich drei agierenden Schauspieler haben eine super Leistung abgeliefert, aber es hat auch nachdenklich und traurig gemacht (zu meinen Gedanken gleich mehr). Den Theatersaal verließ ich mit einem freudigen und einem melancholischen Auge. Bei einem Rollentausch von Pierre und Antoine, war die Parodie auf den ohnehin schon schrägen Vogel einfach urkomisch 😃 also das Lachen kam wirklich nicht zu kurz. Traurig war eher, wie unsere Gesellschaft heute tickt...

Daher möchte ich noch meine nachdenklichen Gedanken äußern: Wann endet eine Freundschaft? Warum macht man mit einem Freund, mit dem man nichts mehr gemein hat, nicht einfach "Schluss" wie mit einem Partner, den man nicht mehr liebt? Wieso entfremdet man sich, obwohl man sich doch immer gut verstanden hat? Weshalb dümpeln manche Freundschaften so vor sich und leben dann meist nur noch aus der Vergangenheit und aus "Weißt du noch?!"? Wieso erlebt man nichts Neues mehr zusammen? Und wieso sind die Bemühungen oft einseitig?

All diese Fragen habe ich mir während des Stücks gestellt und bin leider auch zu keiner Antwort gekommen. Das ist das Einzige, was mich unbefriedigt zurückgelassen hat. Über Entfernungen und Stress, geht oft die Nähe zwischen Freunden verloren. Je weniger man sich öffnet und von sich preis gibt, je weniger man miteinander lebt und kommuniziert, desto schwieriger wird es, denke ich. Vor allem muss man auch offen sein für den anderen, beide Teile müssen es wollen. Aber es ist nicht immer nur das "Neue, Frische" gut. In dem Stück wurde es damit verglichen: Wenn man neue Freunde oder Bekannte findet, würde man wieder überrascht, man würde angeregte Gespräche führen und immer wieder neues übereinander entdecken, wie bei einer frischen Liebe. Doch das Alte wird besonders schnell dann fad, wenn man sich dem verschließt. Natürlich kann eine Freundschaft nicht nur vom Aufgekochten leben - schließlich ist irgendwann jede Suppe leer. 
Wahrscheinlich dümpeln Freundschafren aus zwei Gründen oftmals vor sich hin: Einer hat immer noch die Hoffnung nicht aufgegeben, während der andere sich hin und wieder "erbarmt", aus Mitleid, der alten Tage wegen. Keiner möchte einen klaren Strich machen, weil dann die Hintertür zu ist. Menschen verändern sich. Manchmal entfernen sich die Wege voneinander, manchmal führen sie auch wieder zusammen - und genau die Chance will man sich vermutlich offen halten. Nicht, dass das nicht auch trotz Cut ginge, aber es würde viel schwerer fallen. Deshalb hinkt wohl auch der Vergleich mit dem Partner: Freunde kann man viele gleichzeitig haben, einen Partner hat man (im Regelfall) nur einen zur gleichen Zeit; da muss ein klares Ende her, wenn man was anderes will.

Allerdings muss es nicht so sein. Auch wenn es Zeit kostet: Freunde sind teuer. Und gute erst recht. Die sollte man nicht leichtfertig aufs Spiel setzen! Daher darf man nicht vergessen, dass man auch in eine alte Freundschaft neues geben kann wie gemeinsame Unternehmungen oder gemeinsame Projekte, die in Erinnerung bleiben.

Freundschaft ist kostbar.

Allen, denen Freundschaft wichtig ist, kann ich dieses lustige sowie nachdenkliche Theaterstück nur wärmstens empfehlen! Man wird es nicht bereuen.

Donnerstag, 9. Februar 2017

Regalschätze: "Ruhm" von Daniel Kehlmann

Einleitend möchte ich nur kurz sagen, dass ich mir eine neue Rubrik überlegt habe: "Regalschätze". Das soll für all die Bücher gelten, die ich schon vor längerer Zeit gelesen habe, die aber so im Gedächtnis geblieben sind, dass ich mich einfach noch dazu äußern muss - und ich quasi einen Schatz aus dem Regal gefischt habe! ;-)

--- Wer lieber hört, statt zu lesen, der klickt hier! ---

"Ruhm" von Daniel Kehlmann wird schon auf dem Cover als "ein Roman in neun Geschichten" beschrieben.

Es geht um verschiedene Personen, darunter ein Schriftsteller und eine alte Dame, die sterben möchte, deren Geschichten nicht unterschiedlicher sein könnten, die sich aber alle miteinander verweben und dabei Wirklichkeit und Schein verwischen.

Es ist nun schon eine ganze Weile her, dass ich das Buch gelesen habe. Die einzelnen Geschichten sind ruhig und nicht sonderlich aktionsgeladen, aber nicht minder dramatisch. Wie sich die einzelnen Geschichten miteinander verflochten haben, hat das Buch zu einem kompakten Gesamtpaket verschnürt. Der Schreibstil war - soweit ich mich erinnere - sachlich und nüchtern (ähnlich wie bei Klassikern), aber niemals fade.
Das Buch hat auf jeden Fall die Chance, in der Zukunft ein Klassiker unserer Zeit zu werden, was mich beim Lesen irgendwie auch ein bisschen stolz gemacht hat. Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen, aber man sollte es nicht als locker-leichte Strandlektüre auffassen. Der Inhalt ist zwar nicht hoch anspruchsvoll, aber wer eher Lust auf einen Pageturner für Zwischendurch hat, für den ist das Buch eher nicht geeignet.

Montag, 6. Februar 2017

Review: La La Land

Zur Zeit in aller Munde: "La La Land" mit Emma Stone und Ryan Gosling in den Hauptrollen. Das Filmmusical ist für sage und schreibe 14 Oscars nominiert!

Es geht um Sebastian, einen gescheiterten Jazzpianisten, und Mia, eine gescheiterte Schauspielerin. Beide träumen davon, Erfolg damit zu haben, was sie lieben. Als sie sich immer wieder über den Weg laufen, erkennen sie sich selbst im jeweils anderen und verlieben sich in einander. Doch wie ihre Träume sie einst verbunden haben, so treiben sie auch einen Keil zwischen sie.

Auf den ersten Blick ist "La La Land" romantisch: Zwei, die tanzen. Zwei, die singen. Zwei, die träumen. Zwei, die sich lieben. Doch auf den zweiten Blick ist es das so gar nicht: Zwei, die sich durchschlagen müssen. Die Romanze steht gar nicht im wesentlichen Vordergrund.
Und was bleibt, ist doch die wunderschöne Szenerie! Die Kostüme, die Musik und die Leistung der Schauspieler fügt sich zu einem hinreißenden Gesamtbild zusammen, von dem man einfach nur verzaubert sein kann; das einen zufrieden zurück lässt. Noch dazu ließ die peppige Musik und das immer wiederkehrende Thema von Sebastian für Mia es nie langweilig werden: Man wollte aufspringen und mittanzen. Schon die Anfangsszene machte einfach nur Spaß und munter.
Die Szene, die auch als Foto für das Filmplakat verwendet wurde, ließ Romantik erahnen. Romantik lag aber im Grunde auch in keinem der beiden Hauptcharaktere veranlagt.
Die Kamera fungierte als herausragende Erzählerin, die die anmutigsten Momente eingefangen hat.

Immer noch bin ich mir nicht sicher, ob ich die Aussage des Films bzw. das Ende verstanden habe, aber das tut der "Schönheit" des Films keinen Abbruch. Jeder, der sich verzaubern lassen möchte, bekommt von mir eine Sehempfehlung.
Allerdings kam ich mit der Form des Musicals nicht ganz so super zurecht. Für mich gehört ein Musical eher auf eine Theaterbühne, da mir die gesamte Geschichte viel fiktiver vorkam (als andere ausgedachte Film-Geschichten), aber vielleicht macht auch gerade dieses Spiel zwischen Fiktion und Realität den Reiz und vor allem den Zauber aus.

Donnerstag, 2. Februar 2017

Der letzte Brief

»Alles Gute, Markus«, sagte der Boss und streckte Herrn Müller steif die Hand hin. Doch dieser rührte sich nicht, sondern drehte sich um.
Er ging.
Ohne ein weiteres Wort.
Eines Tages werden Maschinen vielleicht denken können, aber sie werden niemals Phantasie haben*, schwirrte es ihm durch den Kopf, als er schnellen Schrittes davon eilte. Theo hatte ja so recht, dachte er. Da war er gerade mal 60 geworden und schon war er nicht mehr gut genug, aber der Boss hatte sich auf seiner Feier noch ordentlich durchgefuttert.
Statt seiner Wenigkeit durften sich die Kunden jetzt mit einem hirnlosen Kasten unterhalten, um ihre Briefmarken zu bekommen.
Es ist nun mal nicht vorgesehen, mich zu bezahlen, dachte Herr Müller.
»Hallo Markus! Kannst du diese Briefe hier mitnehmen?«, fragte die alte Frau Krüger aus der Osterstraße, die nicht mehr so gut zu Fuß war und ihn jetzt in der Fußgängerzone ansprach.
Herr Müller überlegte, ob er Ja oder Nein sagen sollte.
Er war nicht mehr erwünscht. Ersetzt. Durch kopflose Gerätschaften. Er war überflüssig. Nicht mehr zu gebrauchen. Aussortiert. Wohin mit all der Zeit?
»Ja, natürlich, Frau Krüger ... Sind die Briefe eilig oder müssen sie als Einschreiben versandt werden?«, fragte er sie.
Die alte Dame fasste ihn am Arm und sagte freundlich: »Es sind keine wichtigen Briefe, lass dir nur Zeit. Ich weiß das sehr zu schätzen, dass du das für mich machst. Das ist nicht selbstverständlich. Danke, Markus.« Ihr Mund formte sich zu einem lächelnden Strich inmitten des gezeichneten, faltigen Gesichts. Es zwang ihn, ebenfalls zu lächeln.
Er sah auf die Briefe.
»Einer davon ist an ihre Tochter.« Eine Feststellung. »Soll ich ihn noch in einen bunten Umschlag stecken? Oder Aufkleber draufkleben? Es ist doch bald Ostern.«
»Nein, mach dir bloß nicht zu viel Arbeit.« Frau Krüger zwinkerte mit ihren kleinen Augen.
Dann kehrte Herr Müller um. Zurück zu seiner alten Wirkungsstätte.
Der gelbe Kasten leuchtete schon von Weitem. Als dieser erreicht war, spähte er in die Filiale. Handwerker. Ratlos. Zwischen ihnen das Monstrum.
Nein, er ging nicht rein.
Er öffnete die Klappe und hielt inne. Dann atmete er noch einmal tief durch und ließ die Briefe vorsichtig hineingleiten. Den letzten Brief.
Eine erneute Abwendung. Diesmal endgültig. Mit einem Lächeln im Gesicht.

(c) by Keksmond

*Zitat von Theodor Heuss

Sonntag, 29. Januar 2017

Reihenvorstellung: "Selection" (Band I bis III) von Kiera Cass

--- Wer lieber hört, statt zu lesen, der kann meine Reihenvorstellung auch im Podcast hören!  ---

Soeben habe ich den dritten Band der "Selection"-Reihe "Der Erwählte" zu Ende gelesen. Und ich bin hin und hergerissen!

Es geht um America, die zum Casting zur Wahl der Gemahlin des Prinzen von Illéa ausgewählt wird. Eigentlich will sie nicht dort sein und eigentlich hängt sie auch noch ihrer ersten Liebe Aspen nach. 
Ich habe von Beginn an gefunden, dass so manche Zuneigung Americas irgendwie auf Oberflächlichkeiten beruhte... und so manch eine Aktion hat mich auch ziemlich genervt; nicht weil ich die Aktion falsch fand, sondern weil sie sich immer wieder selbst Steine in den Weg gelegt hat und zwischen Maxon und America so viele Missverständnisse herschten, dabei hätten sie nur mal RICHTIG miteinander reden müssen, himmelhergott!
Aber: Ich habe so sehr mit America mitgefiebert und fand sie trotzdem so sympathisch!
Der Schreibstil von Kiera Cass war flüssig und leicht, sodass einem die Seiten nur so durch die Hände flossen. Die Bücher machen einfach süchtig, auch wenn man es als eine Variation der Fernsehsendung "Der Bachelor" halten kann. Man will einfach wissen, wie es weiter geht und kann die Bücher nicht weglegen.
Auch den Covern gegenüber war ich skeptisch. Am Anfang gefielen sie mir überhaupt nicht, aber je öfter und je länger ich sie betrachtete, desto besser gefielen mir die Kleider darauf. Vielleicht ist es gerade der zweite Blick, der mir diese Geschichte so nah gebracht hat.
Der dritte Band hat mir nach dem ersten am besten gefallen, da die Geschichte sehr viel Fahrt aufgenommen hat und sich nicht mehr so vorsichtig entwickelte. Und auch America hatte sich enorm weiter entwickelt, was sie auch nochmal so viel sympathischer gemacht hat, als sie einem sowieso schon war.
Manchmal spielte zwar der Zufall übel mit, was grundsätzlich nicht so zuträglich für das Lesevergnügen ist, aber da es auf viele Einflüsse von außen ankam, war es trotzdem passend. Oftmals waren die Handlungsstränge aber super vorgeebnet und miteinander verknüpft, was bei mir immer einen kurzen "Genialitätsmoment" aufblitzen lässt. Ich mag es, wenn sich alles ineinander fügt.

Kurzum: Die Geschichte kann wirklich oberflächlich wirken, aber durch die Entwicklung von America, legt sie dies auch allmählich ab. Und auf den zweiten Blick ist die Geschichte einfach nur schön und eine angenehme und entspannende Leseempfehlung, die man nicht mehr aus der Hand legen kann, weil sie einen immer weiter mitreißt und (positiv) "aufregt".

Donnerstag, 19. Januar 2017

Die lustige Witwe (Operette)

"Die lustige Witwe" ist eine Operette von Franz Lehár in drei Akten, die in Paris spielt.

Es geht um Graf Danilo, der Hanna, die vom Land kam, nicht heiraten durfte. Diese heiratete aber den reichen Bankier Glawari, welcher aber verstirbt. Als sich Hanna und Danilo auf dem Ball der Pariser Botschaft von Pontevedro wiedersehen, beginnt die Handlung der Operette. Jeder Mann will die reiche Hanna wegen ihres Geldes heiraten, sodass Danilo trotz seiner erneuten Gefühle nicht zugeben mag, sie zu lieben, aus Furcht, man würde ihm den selben Vorwurf machen.
Weil Valencienne mit Camille de Rosillon flirtet und fast von ihrem Mann dabei ertappt wird, gibt Hanna vor, sich mit ihm verlobt zu haben. Nachdem dieser Vorfall aufgeklärt wurde und Hanna vorgibt, keine Verfügungen über ihr Erbe treffen zu können, fallen Hanna und Danilo sich endlich in die Arme.

Ich wollte mich komplett überraschen lassen... und ich wurde überrascht. Keine bis wenig Erwartung und dann so eine tolle Darstellung! Bühnenbild und Kostüme waren wirklich wunderschön. Und die Musik - auch wenn man den Text meist nicht verstand - war eindrücklich und mitreißend. Ja, ich würde mir die Musik tatsächlich auch einmal privat einschalten. Der Gesang war nicht zu opernhaft, aber auch nicht musicalmäßig verpoppt; die Melodien hatten Rhythmus und gaben einem das Gefühl, tanzen zu wollen.
Die Geschichte war - wenn man sie kannte - nicht schwer in der Aufführung wiederzuerkennen. Gesprochen wurde fast gar nicht, was das Textverständnis natürlich erschwerte. Doch trotzdem war die Geschichte so heiter "erzählt", dass man sich gar nicht langweilen konnte, sondern eifrig und aufmerksam dabei blieb.
Noch nie zuvor hatte ich eine Operette gesehen bzw. gehört, doch als ich die Aufführung vor einigen Monaten sah, verließ ich völlig begeistert den Theatersaal.

Samstag, 7. Januar 2017

Der Nussknacker

Vor ein paar Tagen habe ich eine Aufführung des "Nussknackers" von Pjotr Iljitsch Tschaikowski angesehen. Aber es war nicht "einfach nur" eine Ballettaufführung - nein - es war eine Aufführung auf Eis, auf Kufen.
Die Geschichte dahinter wurde einst von E.T.A. Hoffmann geschrieben und hieß "Nußknacker und Mausekönig". Das Ballett von Tschaikowski basiert auf der Bearbeitung dieser Geschichte von Alexandre Dumas d. Ä..

Es geht um Clara, die zu Weihnachten einen Nussknacker geschenkt bekommt. In der Nacht tritt die Zinnsoldatenarmee gegen den Mausekönig an, der durch Claras Hilfe vom Nussknacker besiegt wird. Dieser verwandelt sich daraufhin in einen Prinzen, der sie ins Süßigkeitenreich geleitet, wo die regierende Zuckerfee zu Ehren ihrer Gäste ein Fest veranstaltet. Zuletzt wacht Clara aus ihrem Traum auf.

Ich bin bisher kein Experte für Ballett, aber ich fand es ganz zauberhaft. Die Kostüme waren wirklich toll! Die Musik von Tschaikowski - auch wenn sie leider nicht live von einem Orchester gespielt wurde - wurde malerisch von jeder Bewegung widergespiegelt.
Es empfiehlt sich auf jeden Fall, sich die Handlung im Voraus klar zu machen, dann kann man so viele Details im Tanz (und Lauf) auf dem Eis wiederentdecken!

ps. Schade, dass es für Clara und den Nussknacker kein Happy End gab! ;-)

Montag, 2. Januar 2017

Bücher, die ich 2016 gelesen habe

"Homo faber" von Max Frisch
Klassiker. Ein unglaublicher Zufall, den das Leben schreibt. Nüchterner und sachlicher Schreibstil. War ganz in Ordnung.

"Geschwister Tanner" von Robert Walser
Es geht vornehmlich um den jüngsten Tanner, der einfach nicht weiß, wo er hingehört und ständig die Arbeitsstelle und den Wohnort wechselt.
Das Buch hat mir überhaupt nicht gefallen! Die Story war einfach nur langweilig und der Schreibstil auch nicht sonderlich schön. Bei einer Recherche, ob ich vielleicht einfach nur den Sinn des Buchs nicht verstanden habe, habe ich gelesen, dass Christian Morgenstern, der damals bei Walsers Verlag Lektor war, das Manuskript nicht annehmen wollte (kein Wunder!), nur Walser sich geweigert hatte... das sagt doch schon alles.

"Feuer und Stein" von Diana Gabaldon
Besser bekannt als "Outlander". Die Protagonistin landet während eines Liebesurlaubs mit ihrem Mann bei einem Steinkreis in einer anderen Zeit und muss einen Weg zurück finden.
Ich finde die Idee der Story so unglaublich gut und auch den Schreibstil fand ich richtig schön zu lesen! Allerdings habe ich es trotzdem bei der Hälfte abgebrochen... Ich bin einfach kein Fan von "Erotik-Romanen" und habe überhaupt nicht verstanden, wieso man diese tolle Story einfach nur mit Sexszenen füllt und mit sonst nichts mehr. Sehr schade!

"Utopia" von Thomas Morus
Klassiker. Es geht um eine utopische Gesellschaft, die besonders herausragend sein soll. Dies wird in einem fiktiven Gespräch vermittelt.
Fand diese utopische Gesellschaft teils äußerst befremdlich und vielleicht sogar ebenso bedenklich wie eine dystopische Gesellschaft.

"Das Orakel vom Berge" von Philipp K. Dick
Das Buch zur Serie "The man in the high castle". Kann den Inhalt nicht mal wiedergeben. Das Thema, was wäre, wenn Deutschland den zweiten Weltkrieg gewonnen hätte, finde ich unglaublich spannend. Aber ich finde, darum ging es gar nicht. Es wurde überhaupt nicht richtig dargestellt, wie die Gesellschaft dann wäre. Es gab nur eine oberflächliche, langweilige Geschichte aus mehreren Perspektiven. Hoffentlich ist die Serie besser...

"Erlösung" von Jussi Adler-Olsen
Am Anfang noch schleppend, aber dann rasant und spannend! Kinder werden entführt und Carl Morck ist natürlich auch beim dritten Teil wieder mit Assad am Start. Der Film ist ein bisschen anders, aber auch sehr gut!

"Magisterium - Der Weg ins Labyrinth" von Holly Black und Cassandra Clare
Wird gerne mit Harry Potter verglichen. Callum kommt auf ein Magieinternat. Keiner der Charaktere konnte mich mitreißen. Das Ende war spannend, aber auch ziemlich unglaublich.

"Ein ganzes halbes Jahr" von Jojo Moyes
Klar, die Geschichte war schön und traurig zugleich und ich fand es auch nicht schlecht; es ließ sich angenehm lesen. Aber den Hype darum verstehe ich nicht so sehr. Ich fand den Film tatsächlich besser (darf man das sagen?).

"Weil ich Layken liebe" von Colleen Hoover
Layken und Will verlieben sich, aber dann... Lässt sich leicht und locker lesen, die Geschichte ist schön und süß.

"Weil ich Will liebe" von Colleen Hoover
Layken und Will kämpfen weiter um ihre Liebe! Lässt sich ebenso gut und schnell lesen wie Band 1, aber Band 3 werde ich mir wohl nicht mehr kaufen, da dieser anscheinend so gut wie nur Band 1 reproduziert. Allerdings möchte ich festhalten, dass ich Will als Erzähler angenehmer fand als Layken!

"Sonea - Die Hüterin" von Trudi Canavan
Am Anfang war ich etwas skeptisch, da es sich um das erste Buch handelte, das ich las, das in tieferem Sinne dem Fantasygenre angehörte. Okay, außer "Der Hobbit" vielleicht. Also der zweite. Aber es hat mir gut gefallen! Es geht um Sonea, die gegen eine neue Untergrundbewegung zu kämpfen beginnt, und ihren Sohn, der als Gesandter in den Nachbarstaat will. Band 2 und 3 liegen schon auf dem Sub!

"Der Club der Traumtänzer" von Andreas Izquierdo
Wunderschön rührend! Ein knallharte Geschäftsmann entdeckt sein Herz. Wirklich wunderbar und zu Tränen rührend! Absolute Empfehlung! Der Schreibstil gefiel mir auch.

"Harry Potter und das verwunschene Kind" von John Tiffany und Jack Thorne
Als Geschichte an sich nicht schlecht, aber als Harry Potter Geschichte wirklich enttäuschend. Die Charaktere waren unsympathisch, teilweise wurden Vorgänge anders dargestellt als in den Bücher von J.K. Rowling (z.B. der Zeitumkehrer) und der Inhalt war irgendwie an den Haaren herbeigezogen. Schade! Ohne "Harry-Potter-Label" wäre es vielleicht eine schönere Geschichte gewesen.

"Delirium" von Lauren Oliver
Am Anfang wurde ich nicht so recht warm mit der Protagonistin, weil mich die dargestellte Gesellschaft so aufgeregt hat, weshalb ich dieses Buch zwischenzeitlich ruhen ließ. Doch dann war ich voll drin und hab den Rest des Buchs verschlungen. Es geht um eine Welt, in der Liebe als Krankheit gilt und Lena, die Protagonistin, freut sich schon sehr auf ihren Heileingriff.

"Pokémon - Die ersten Abenteuer 1" (Manga) von Hidenori Kusaka
Mein erster Manga. Ließ sich schnell durchlesen. War etwas anders als ich es aus der Serie kannte, aber ich fand die Zeichnungen schön und habe Rot und seine Pokémon gerne begleitet. Ich bin einfach Fan!

"Layers" von Ursula Poznanski
Spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Dorian ist ein obdachloser Jugendlicher, der in eine Villa aufgenommen wird. Doch was das alles aufsich hat, dass er von der Straße geholt wurde, erfährt er erst mit der Zeit... Ich war total begeistert! Ich konnte nicht anders als das Buch schnell durchzulesen. Allerdings nahm ich es an einigen Tagen gar nicht in die Hand, wenn ich nicht genug Zeit hatte, einfach nur, weil ich es nicht nach wenigen Seiten aus der Hand hätte legen können!