Dienstag, 17. Oktober 2017

Widerhall #5 | Kurzgeschichte

--- Meine Lieben, hier der fünfte (und letzte) Teil meiner Kurzgeschichte! Ich bin sehr gespannt, was ihr zum Ende sagt. Ich freu mich über jede Anmerkung (auch darüber wie ihr ein solches Format findet)! ---

Wie unfair das war! Wieso kündigte der mich einfach? Es war doch schon schwer genug, diese Arbeit zu finden... Ich versuchte, meinen Vater telefonisch zu erreichen, aber es war nur die Mailbox dran. Natürlich, er war sowieso nie für mich da gewesen.
Egal. Erstmal durchatmen. Ich setzte mich auf eine Parkbank. Hatte ich doch so viel falsch gemacht? Es war kaum zu glauben: Ab heute stand ich also ohne Job da. Die Zeitungsschlagzeilen heute morgen hatten es auch nicht gerade besser gemacht. Das Verhältnis von Ingo Köninger mit einem weiblichen Fan nach den Gerüchten, ob er denn nicht vielleicht schwul sei, waren natürlich DAS Thema, verhagelten mir aber bloß die Laune. Es war also doch wahr: Ich war nicht gut genug, für niemanden.
Ich versuchte noch einmal zu wählen. "Es tut mir alles so leid", flüsterte eine Stimme in den Hörer, ohne sich zu melden, "ich bin so froh, dass du dich meldest, aber es ist gerade ganz schlecht. Kannst du später nochmal anrufen?"
"Du hast mich mit ihr betrogen", sagte ich, keine Ahnung, wieso ich auch flüsterte.
"Ja, aber... Können wir das bitte später klären?!" Ich drückte das Gespräch weg. Verlassen ließ ich den Kopf hängen. Niemals hätte ich geglaubt, dass Ingo mir das für seine Karriere antun würde. Ich dachte, er liebt mich. Aber da hatte ich mich wohl getäuscht.
Langsam füllten sich meine Augen mit Tränen. Jetzt bloß nicht heulen, dachte ich, bleib stark. Aber ich wollte nicht stark bleiben. Alles in mir war so kalt und leer. Da war nichts mehr. Selbst als ich in den Himmel sah, fühlte er sich für mich schwarz an. Es lohnte sich nicht mehr. Ingo hatte mich dort rausgeholt, aus diesem Loch, doch jetzt waren die alten Gedanken wieder da, wie überflüssig ich doch war. Ich brachte der Welt nichts. Meine Gefühle waren wie festgefroren, konnte nicht sagen, was genau in mir vorging. Ich konnte nicht mehr, fiel in mich zusammen. Mühsam schleppte ich mich nach Hause. Zum Glück war niemand da. Ich kritzelte kurz ein paar Zeilen, dann schloss ich mich im Bad ein.

Die Tabletten wirkten nicht sofort. Vorsichtshalber ließ ich noch die Wanne voll laufen, eines von beiden würde schon seinen Dienst tun. Es ging so nicht mehr. Ingo hatte meinem Leben einen Sinn gegeben... dass er so etwas tun würde! Nein! Ich war auch für ihn wertlos. Und wer hatte sicherlich noch seine Finger im Spiel? Sein Manager, dieses Arschloch, mein Vater... Ich hätte es direkt ahnen müssen, was passieren würde, als diese Gerüchte in der Zeitung erschienen. Für niemanden hatte ich einen Wert. Wie konnte ich nur so blauäugig sein! Vielleicht hatte ich es aber auch nicht anders verdient. Mein Vater, für den war ich auch von Beginn an, nachdem meine Mutter weggelaufen war, ein Klotz am Bein. Keiner wollte mich haben und nun würde ich gehen. Weit weg von alledem.

Und als er ging, war alles, was er hinterließ, ein Zettel, auf dem stand: "Es tut mir leid. Euer Peter"



Samstag, 14. Oktober 2017

Die Blogger, sie sind real! #fbm17

Nun bin ich zurück von meinem Messetag!
Ich war so schrecklich aufgeregt, weil mir klar war, dass ich Menschen ansprechen würde müssen.... Und was soll ich sagen? Die Aufregung war mal wieder völlig umsonst!
All die lieben Menschen, die ich bisher nur von Twitter kannte - sie sind real! Und sie sind genauso offen und herzig wie auf Twitter. Es hat total Spaß gemacht, von einem Thema ins nächste zu kommen und sich auszutauschen. Irgendwie hatte man das Gefühl: Das passt einfach! Die Sympathie wurde bloß noch verstärkt, für mich auf jeden Fall.
Ich bin wirklich richtig stolz auf mich, dass ich mich auf die Messe getraut habe und nicht doch vor Angst gekniffen habe. Was ich gelernt habe, ist auf jeden Fall, dass ich mich unterhalten kann und dass es gar nicht sooo schlimm ist, mit jemandem blind-date-mäßig verabredet zu sein und einfach zu sagen: "Hey, ich bin Katharina!" Das ist gar nicht soo schwer. Falls ich dich nicht getroffen haben sollte, dann tut mir das sehr leid! Ich hätte gerne noch mit viel mehr von euch gequatscht, aber zwischendurch brauchte ich auch ein bisschen Verschnaufpause, um weiterhin offen bleiben zu können. Auch wenn ich gemerkt habe, dass ich sprechen kann, bin und bleibe ich grundsätzlich ein introvertierter Mensch.
Hinterher bin ich wirklich ganz glücklich von der Messe davon gefahren; der Tag hat mir so wunderbar gefallen! Und ich möchte mich ganz herzlich bei allen bedanken, die ihn schön gemacht haben 😊
Ich habe vor, noch einen genauen Bericht zu liefern, aber das wird ein bisschen dauern, bitte seht mir das nach - diese Woche beginnen meine Prüfungen!

Ganz viel Liebe, von eurem Igel 💗

Dienstag, 10. Oktober 2017

Info: Frankfurter Buchmesse 2017

Hier nur kurz zwei Infos an alle Blogger unter euch:

  1. Bianca von Literatouristin hat initiiert, dass wir (Blogger) uns an einem türkisen (Seiden)Band als Buchbloggerbande erkennen!
  2. Um 16 Uhr am Samstag findet ein von Emily von Stopfi's Bücherwelten organisiertes Bloggertreffen in der Freundeskreis-Lounge im Foyer der Halle 4.0 statt. Ich werde wohl schon etwas vor 16 Uhr da sein, da ich sehr zeitnah dann zu meinem Zug muss. Ich freue mich auf jeden, den ich dort treffe! 😊
Mach doch gerne mit und wir können gerne ins Gespräch kommen, wenn wir uns treffen! Ich freu mich auf dich! 

Montag, 9. Oktober 2017

Widerhall #4 | Kurzgeschichte

--- Widerhall geht weiter! Was wohl nun passiert, nachdem der Mann des Fangirls von dem Ausrutscher erfahren hat? ---

Ich hatte es schon immer geahnt, wiederholte ich stets in meinen Gedanken. Schon immer geahnt, dass sie mehr als nur ein Fangirl war. Wer reiste denn seinem Star schon überallhin nach? Wer wusste denn, ob sie nicht noch mit anderen rummachte? Ich ließ mich schwerfällig ins Auto fallen und schnaufte laut ein und aus. Ich kam mir betrogen und bloß gestellt vor. Hoffentlich war die nachher verschwunden, ich wollte die niemals wiedersehen!
Mein Fahrstil war an diesem Tag rasant, ich musste es einfach rauslassen, auch wenn ich mit meiner Familienkutsche bestimmt lächerlich wirkte.
In der Firma angekommen, maulte ich den erstbesten an, grüßte keinen auf dem Weg nach oben in mein Büro. Als mir schon wieder der schüchtern dreinblickende, stille Typ vor die Füße lief und fast einen der gestapelten Ordner fallen ließ, schnauzte ich auch ihn an. Trottel! Konnte der nicht aufpassen! "SIE", polterte ich, "SIE sehe ich in einer halben Stunde in meinem Büro!"
Mit aufgerissenen Augen nickte er hastig, umklammerte seine Ordner und flüchtete geradezu vor mir. Dann platzierte ich mich an meinem riesigen Schreibtisch, breitete stolz die Arme aus und fühlte sie, die Macht. Nein nein, diese Frau konnte mich nicht klein kriegen, ganz sicher nicht!

Als es an meiner Tür klopfte, war ich verwundert, dass der schüchterne Junge gar nicht so zaghaft anklopfte, wie ich es erwartet, hatte. Auch stand er gar nicht wie ein Weichei vor mir. Das gefiel mir. Ich grinste.
"Darf ich mich setzen?", fragte er freundlich, aber selbstbewusst.
"Sie sind gefeuert." Ich grinste noch breiter und hielt mir genüsslich den dicken Bauch. Das tat soo gut!
"Ich habe meine Arbeit immer korrekt gemacht." Ohhh, er will mir widersprechen. Keine Chance. Und so wie ich ihn einschätzte, würde er sicherlich auch keine Lust auf einen Rechtsstreit haben; also saß ich am längeren Hebel!
"Nein, ich bin unzufrieden." Mein Grinsen wurde immer breiter, mein Blick selbstgefälliger. Ach, ich liebte mich!
"Sie werden von mir hören", sagte er nur und ging.
Genau so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich schloss die Augen, verschränkte die Hände hinter dem Kopf und atmete tief durch. Endlich konnte ich mich wieder gut fühlen.

Montag, 2. Oktober 2017

Widerhall #3 | Kurzgeschichte

--- Der Schauspieler, über den in der Presse das Gerücht rumgeht, schwul zu sein, hat nach den Vorstellungen seines Managers gehandelt.
Nun hier also der dritte Teil meiner Kurzgeschichte! Aber danach geht es noch weiter 😉 Viel Spaß beim Lesen! ---

Ein Traum ist wahr geworden! Eine Nacht mit Ingo Köninger, dem besten Schauspieler der Welt! Das Herz hatte mir so sehr geflattert in seinen Armen, ich hätte alles für ihn getan, aber eigentlich war es auch schnell vorbei. Er wirkte danach etwas zerstreut, deshalb hatte ich nicht mehr damit gerechnet, aber in der Zimmertür hatte er mich noch einmal lang und intensiv geküsst. Wie der küsste! Wie der Himmel!

Ich war noch völlig im Schwärmen, da wurde meine Freude jäh gedämpft, weil mein Mann im Wohnzimmer saß und auf mich wartete. Sein Gesicht sagte alles.
"Schatz", säuselte ich, "du bist ja noch wach!"
"Ja, offensichtlich. Und du kommst gerade erst nach Hause", stellte er trocken fest und verschränkte die Arme vor der Brust. Seine Augen wurden klein, als wollte er irgendwas an mir ausmachen.
"Der Abend war wunderbar!" Ich schenkte ihm ein Lächeln.
"Pah, Abend!", er spukte es quasi aus, seine Stimme triefte vor Verächtlichkeit. "Es ist mitten in der Nacht. Ich glaube dir nicht länger, dass du nur diesem Ingolf König zugejubelt hast!"
"Er heißt Ingo Köninger", verbesserte ich und stand auf, um mich der Diskussion entziehen zu können. Tatsächlich sagte mein Mann nichts mehr und ich war im dankbar dafür; ich war müde und wollte in mein Bett - von Ingo träumen! Ich spürte seine hastigen Berührungen noch immer überall.

Doch die Debatte hatte natürlich noch kein Ende gefunden. Ich hatte es nicht bemerkt, aber die Presse hatte davon Wind bekommen, ich konnte es nicht mehr leugnen, als mein Mann mir am nächsten Tag die Schlagzeile präsentierte.
"Ich hatte es immer geahnt!", schrie mein Mann aufgebracht und stützte sich auf den Tisch. Es verwunderte mich wirklich, wie das Bild von mir, wie ich den Zettel von Ingo zugesteckt bekam und wie er mich in der Zimmertür noch einmal küsste, auf der Titelseite prangte, aber ich empfand keine Scham. Ich freute mich! Nur dass mein Mann es jetzt wusste, war natürlich unglücklich. Es war wohl Besänftigung angebracht. "Es tut mir leid."
"Nein, das tut es nicht!", widersprach er mir. Er hatte recht, aber nur zum Teil. Es tat mir nicht leid, was ich getan hatte, aber es tat mir leid, ihn zu verletzen. Doch diese Nacht werde ich nie vergessen, sie war etwas ganz besonderes. Ich konnte nur hoffen, dass mein Mann das verstand.
Doch das tat er natürlich nicht.
"Ich will dich hier nicht mehr sehen, wenn ich aus der Firma nach Hause komme." Er sagte es leise, aber bestimmt. Es gab kein Vertun. Was sollte ich jetzt machen?
"Okay", sagte ich nur und die Ernstlichkeit der Lage und meines Handelns wurde mir schlagartig bewusst.

Samstag, 30. September 2017

Rezension "Der Lavendelgarten" von Lucinda Riley

Im Rahmen einer Leserunde habe ich "Der Lavendelgarten" von Lucinda Riley gelesen. Naja, also größtenteils zumindest. Padi von padilovesbooks hat SO von diesem Buch geschwärmt, deshalb hatte ich mich sehr darauf gefreut!

Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen. Wir begleiten Emilie de la Matiniéres nach dem Tod ihrer Mutter Valérie, wie sie versucht, ihr geerbtes Château auf Vordermann zu bringen. Auf der zweiten Zeitebene sind wir in ihrer Familienvergangenheit und erfahren viel über ihren Vater und ihre Tante. Ein Geheimnis darf dabei natürlich nicht fehlen.

Leider spielt nach meinem Eindruck der Garten nur eine kurze Rolle. Außerdem kam dem Lavendel kein bedeutendes Symbol zu, von daher finde ich den Titel ziemlich verfehlt. "Das alte Château" oder "Der Garten des Château" hätte es dann ja auch schon deutlich besser getroffen...

Der Schreibstil von Lucinda Riley habe ich direkt als sehr angenehm wahrgenommen. Er war unkompliziert, aber etwas nüchtern, was mir nichts ausgemacht hat.

Emilie war anfangs sehr emotionslos und hat so einige Dinge getan, die absolut zum Kopf schütteln waren. Ihre Geschichte in der Gegenwart war zwar nicht langweilig, aber auch nicht zum Umwerfen, sondern eher absehbar. Trotzdem hat mich das Ende sehr gefreut!
Sebastian jedenfalls geht überhaupt nicht, er nervt mich von vorne bis hinten. Ein richtig schleimiger Typ! Aber so musste er wohl für die Geschichte sein.

Connie, die uns die zweite Zeitebene erzählt, ist dagegen emotionaler. Die Story ist spannender als die in der Gegenwart... aber... Ich habe diese Zeitebene nicht zu Ende gelesen.

Es passiert etwas, das für die Story vielleicht wichtig ist (auch wenn ich finde NICHT SO wichtig, man hätte es auch anders lösen können...) und es wird viel zu genau beschrieben. Ich habe Alp-Tagträume davon bekommen und ein beklemmendes Gefühl, im Nachhinein habe ich mich geärgert es überhaupt gelesen zu haben, aber da war es schon zu spät. Das hat mir das ganze Buch vermiest.

Ansonsten war's nämlich nicht so übel. Die Story in der Gegenwart hätte vielleicht noch 'nen kleinen Anstupser gebraucht, aber wurde durch die Vergangenheitsgeschichte ausgeglichen.

Allerdings möchte ich aus den genannten Gründen keine Bewertung des Buches vornehmen. Es geht einfach nicht. Es tut mir leid. Aber da ich die zweite Zeitebene nicht zu Ende gelesen hat und mir besagtes Ereignis das Buch vermiest hat, möchte ich mir keine Bewertung (in Sternen o.ä.) erlauben.

Hast du das Buch gelesen? Wie hat es dir gefallen? Was sagst du zu besagter Stelle? Und wie nervig fandest du Sebastian (und Emilie)? Oder ging es dir ganz anders mit dem Buch?


Achtung Spoiler: Ich empfehle dringend dieses Buch nicht zu lesen, falls du Erfahrungen mit sexueller Belästigung gemacht hast! Ich könnte mir vorstellen, dass besagte Stelle die Erlebnisse triggern könnte. Alternativ könntest du auch das entsprechende Kapitel weglassen: Es passiert, nachdem Edouárd aus der Bar wiederkommt, in der er jemanden warnen wollte.

Freitag, 29. September 2017

Vergessenes aus der Märchenwelt

Die kennst alle Märchen ganz genau? Bist du dir ganz sicher?
Nach einigem Hin- und Her-Gezwitscher mit Vera von chaoskingdom bin ich auf das Märchen "Die Gänsemagd" aus den Kinder- und Hausmärchen von den Gebrüder Grimm gekommen, was mich zu diesem Artikel inspiriert hat.
Es gibt nämlich einige Details, die von manchen Märchen gerne in Vergessenheit geraten oder die gar bewusst beschönigt werden. Ich habe mir mal drei Beispiele herausgesucht, von denen ich glaube, dass sie mittlerweile nicht mehr ganz originalgetreu weitergegeben werden. Wobei ich unter "Original" die Version der Gebrüder Grimm verstehe, nicht die Geschichten, die die Grundlage für ihre Märchen waren.

"Der Froschkönig oder der eiserne Heinrich"
Wer kennt das Märchen vom Froschkönig nicht? Die Prinzessin spielt mit ihrer goldenen Kugel, die ihr in den Brunnen fällt, der Frosch holt sie ihr wieder hinauf. Doch sie hält sich nicht an die Versprechungen, die sie dem Frosch gemacht hat. Am Ende küsst sie ihn und aus dem Frosch wird ein Prinz. Oder?
Leider nein.
Bei den Grimms heißt es: "[...] Da ward sie erst bitterböse, holte ihn herauf und warf ihn aus allen Kräften wider die Wand. 'Nun wirst du Ruhe haben, du garstiger Frosch.' Als er aber herabfiel, war er kein Frosch, sondern ein Königssohn mit schönen und freundlichen Augen."
Ups. Kein Kuss... keine Spur von Romantik. Die Prinzessin ist egoistisch und oberflächlich, vielleicht aber auch nicht mal das, denn ihr Vater bestimmt, dass sie den Prinzen nun heiraten soll. Wer hätte das gedacht? Aber immerhin hat es für den Prinzen ein gutes Ende: Sein Herz wird erlöst und glücklich. Auch schön, oder?

"Sneewittchen"
Beim Namen fängt es schon an; wo sind denn das "c" und das "h" hin?
Doch das eigentlich Interessante ist: Wie endet das Märchen eigentlich? Die meisten werden sich sicherlich an den gläsernen Sarg erinnern, in dem Schneewittchen liegt, vom Prinzen geküsst wird und dadurch den Apfel wieder ausspuckt. Aber auch hier: Ich muss dich enttäuschen; es war etwas anders.
Es heißt: "[...] Der Königssohn ließ [den gläsernen Sarg] nun von seinen Dienern auf den Schultern forttragen. Da geschah es, dass sie über einen Strauch stolperten, und von dem Schüttern fuhr der giftige Apfelgrütz, den Sneewittchen abgebissen hatte, aus dem Hals." 
Der Prinz und Schneewittchen hatten sich dann zwar sehr gern, aber einen Kuss, das beschrieben die Gebrüder Grimm nicht. Spannend ist auch, dass dies tatsächlich noch nicht das Ende des Märchens ist, obwohl man meinen könnte, wenn sie wieder lebt und die beiden sich gefunden haben, sei doch alles gut.
Tatsächlich endet das Märchen so, dass die böse Stiefmutter von Schneewittchen auf ihre Hochzeit kommt. "[...] Und wie sie hereintrat, erkannte sie Sneewittchen, und vor Angst und Schrecken stand sie da und konnte sich nicht regen. Aber es waren schon eiserne Pantoffeln über Kohlenfeuer gestellt und wurden mit Zangen hereingetragen und vor sie hingestellt. Da mußte sie in die rotglühenden Schuhe treten und so lange tanzen, bis sie tot zur Erde fiel." 
Puh! Ganz schön grausam! Es ist vermutlich besser, wenn man dieses Ende in den Versionen für Kinder weglässt.

"Die Gänsemagd"
Du erinnerst dich sicherlich an den sprechenden Pferdekopf, mit dem die Gänsemagd immer gesprochen hat? "Falada, da du hangest" hat sich mir jedenfalls in den Kopf gebläut und ich werde es sicherlich auch nicht vergessen, sollte ich nicht irgendwann einmal unter Demenz leiden (was ich hoffen will!). Auch der Anfang ist dir sicherlich noch dunkel präsent: Die Prinzessin wird von ihrer Zofe in die Dienerrolle gedrängt. Doch erinnerst du dich auch noch an das Taschentuch mit den drei Tropfen Blut, das die Mutter ihrer Tochter mitgegeben hatte?
Und wie endet das Märchen eigentlich? Der Prinz findet seine wahre Braut und alles ist gut? Wenn du bisher alles gelesen hast, vermutest du richtig: Auch hier finden wir wieder ein ziemlich brutales Ende.
Nachdem die Machenschaften der Kammerfrau enttarnt wurden, wurde sie nämlich gefragt, welches Urteil sie über jemanden sprechen würde, der einen Betrug in dieser Weise begangen hätte. "[...] 'Die ist nichts Besseres wert, als daß sie splitternackt ausgezogen und in ein Faß gesteckt wird, das inwendig mit spitzen Nägeln beschlagen ist, und zwei weiße Pferde müssen vorgespannt werden, die sie Gasse auf Gasse ab zu Tode schleifen.' - 'Das bist du', sprach der alte König, 'und hast dein eigen Urteil gefunden, und danach soll dir widerfahren.'" 
Ohoh, das ist ja auch nicht gerade eine humane Strafe. Auch dies ist daher nicht für Kinderohren geeignet.

Was sagt uns das also? Durch die Weitergabe des Gedankenguts aus den Märchen wird stetig etwas daran verändert. Die Geschichten werden romantisiert und entbrutalisiert (gibt es das Wort?). Und das ist ja auch nichts Schlechtes. Man muss bedenken, dass die Märchen nicht in erster Linie für Kinder gedacht waren, sondern eher Erziehungsgeschichten, die mit einem erhobenen Zeigefinger auf schlechte Eigenschaften deuten oder vor Gefahren warnen sollten.
Heute sind Märchen vor allem Gute-Nacht-Geschichten für Kinder, in denen Gewalt keinen Platz haben sollte.
Doch hin und wieder schadet es auch nicht, sich zu erinnern, wie die Märchen eigentlich waren. Ganz anders als die Disney-Welt.

Wie ist deine Meinung zu den Märchen-Idealisierungen? Kanntest du die Details aus den Märchen schon?

Alle Zitate beziehen sich auf die Ausgabe "Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm" aus dem Tosa Verlag von 2002.

Montag, 25. September 2017

Widerhall #2 | Kurzgeschichte

--- Liebe Geschichtenfreunde, hier folgt der zweite Teil meiner Kurzgeschichte "Widerhall". Lass mir doch gern ein kurzes Feedback in den Kommentaren! Nächsten Montag wird dann der dritte Teil folgen. Und nun viel Spaß beim Lesen! ---

Das war ein ungeheuerlicher Plan, den mein Manager da von mir verlangte. Ich schnaubte verächtlich, als ich mir die Krawatte zurechtrückte. Das war doch eine absolute Frechheit! Natürlich war es nicht gut für mein Image, dass die Medien Gerüchte streuten, ich könnte schwul sein. Wenn es nur Gerüchte wären... dann hätte ich nicht das Gefühl, mich klein machen zu wollen, mich verstecken zu müssen. Ich hatte aufgepasst, sie hatten nichts in der Hand. Es sind nur Gerüchte, beruhigte ich mich und atmete tief durch, während ich mich im Spiegel betrachtete. Es durfte keiner erfahren. Es würde keiner erfahren.
Vielleicht war der Vorschlag von Sander doch nicht so schlecht? Es wäre nur eine Nacht... Und für diese Frau wahrscheinlich die unvergesslichste ihres Lebens! Wo war also das Problem? Schließlich hatte ich es schon einmal getan, mit einer Frau, meine ich; ich wusste, wie es geht, was ich tun muss... Aber es war so schwer!
Ich ekelte mich vor mir selbst und konnte meinem Spiegelbild kaum in die Augen sehen. Ich würde mich quasi verkaufen: Verkaufen für ein Image, das nur Schein war. Ein Bild eben, eines, das die Öffentlichkeit von mir als Frauenschwarm haben sollte.
Übermorgen würde diese eine Gala sein. Ich wusste, dass sie am Roten Teppich stehen würde. Diese eine Frau, die war überall dort, wo ich war; die sollte es sein.

Sie war da. Sie stand am Roten Teppich und schrie aus voller Kehle, als ich aus der Limousine stieg und auf die Pressewand zusteuerte. Ich ging an der Absperrung entlang, schüttelte Hände, schrieb Autogramme und lächelte für gestellte Selfies. Mir war überhaupt nicht nach Lachen zumute. Trotzdem schenkte ich ihr ein verführerisches Grinsen, posierte für ein Foto und flüsterte ihr ins Ohr, ob sie nicht noch mehr von mir wolle, wobei ich ihr galant einen kleinen Zettel zusteckte. So, dass sie es für unauffällig hielt, die Journalisten aber bereits einen vielsagenden Blick wechselten. Lieber das Image eines Schürzenjägers als das eines Schwulen, oder was?! Ich musste meine innere Wut herunterschlucken und hauchte ihr noch ein "Bis nachher" ins Ohr.

Was soll ich sagen? Sie kam tatsächlich. Es war komisch auch in meinem Hotelzimmer eine Rolle spielen zu müssen, aber ich würde es schaffen. Ich nahm ihr den Mantel ab, wir setzten uns auf die Couch, tranken Prosecco. Sie war freundlich, aber viel zu hibbelig für meinen Geschmack, ihr Lachen zu schrill, ihre Stimme zu laut und zu männlich für so eine zarte Person. Meine Prosecco-Schlucke wurden größer. Betäubung bis in jede Faser. Schließlich beugte ich mich zu ihr vor und küsste sie heftig, bis sie den Kuss erwiderte. "Ich wusste, dass an den Gerüchten nichts dran ist", hauchte sie. Dann begann ich direkt, ihr die Kleidung zu öffnen. Sie war Butter in meinen Händen. Und ich, ich war ein Schwein.

--- Den ersten Teil noch nicht gelesen? Hier kommst du hin! ---

Donnerstag, 21. September 2017

Rezension: "Wächter der Meere, Hüter des Lichts" von Oliver Schlick

In "Wächter der Meere, Hüter des Lichts" geht es um die Rebecca, ein Mädchen, das bei Pflegeeltern aufgewachsen ist. Als sie plötzlich Stimmen hört, gelangt sie zu den Wächtern, die ihr Leben auf den Kopf stellen. Und sie soll ein Teil davon sein?

Ich habe versucht, den Inhalt selbst zusammenzufassen, da ich im Nachhinein finde, dass der Klappentext schon recht viel verrät, auch wenn er keinesfalls die Spannung vorweg nimmt, aber da das Buch nicht allzu dick ist, schreitet der Klappentext schon recht weit vor. Wer ihn trotzdem lesen möchte, der klickt hier, dort gibt es auch eine Leseprobe.

Das Buch ist im Ueberreuter Verlag erschienen und kostet im Hardcover 17,95€.



Rebecca hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen. Ich konnte ihre Handlungen nachvollziehen, sie war sehr sympathisch - und keine Jammerliese! Sehr gut hat mir auch Helios, der Rheinländer mit seinem Dialekt gefallen, wirklich sehr erfrischend (und keine Angst, nicht schwer zu lesen). Die Charaktere wurden für mich gut trennbar herausgearbeitet - jeder hatte etwas ganz eigenes.

Den Schreibstil von Oliver Schlick habe ich als sehr angenehm empfunden und es hat mir Spaß gemacht, weiter zu lesen. Die Erzählweise ist typisch für Jugendbücher: nicht angestaubt und auch nicht steif. Die Ausdrucksweise ist eine weniger ausladende als in Erwachsenenromanen, würde ich für mein Empfinden sagen. Mir gefällt das sehr gut.
Einziger Makel: Fannys Stimme wird ständig mit komischen Vergleichen beschrieben... aber das sehe ich mit Humor 😉

Mich hat das Buch absolut überzeugt: Dieses Buch hat mich abgeholt - es war so real (schließlich könnte es wirklich so sein) und doch fantastisch, eine ganz eigene Mischung. Für mich ist das Buch eine einzige Metapher auf den menschlichen Geist, was mich beim ersten Lesen verwunderte und dann einfach nur faszinierte.
Es ging nicht anders, ich musste einfach einige Post-Its an einige Sätze machen, die mir besonders gut gefallen haben und die einen Mehrwert enthalten, den wir uns alle zu Herzen nehmen können (siehe zum Beispiel Zitat). Wir alle können Wächter sein 😊

Schon der Leuchtturm ist ein wunderbares Symbol: Einmal für das, wofür die Wächter stehen, aber auch für uns - wir können leuchten und damit andere zum Leuchten bringen.

Besonders diese zweite Übertragungsebene hat mich dazu gebracht, das Buch in mein Herz zu schließen. Es war ein absoluter Spontan-Kauf und ich hatte keine Ahnung, was mich erwartet, sodass es mich erst recht umgehauen hat.

Aber wer jetzt denkt, die Hauptstory - also die obere, inhaltliche Ebene - ist dafür einfach und lahm, der täuscht sich. Ich fand die Handlung rund um Rebeccas Rolle bei den Wächtern und die Aufgabe, die damit einherging, wirklich spannend. Allerdings sollte man bedenken, dass es sich um ein Jugendbuch handelt. Für wen eine 16jährige Protagonistin also zu kindlich ist, dem könnte das Buch eventuell nicht gefallen; wobei ich selbst nichts von Kindlichkeit bemerkt habe. Nur die lockere, leichte Erzählweise - wie oben bereits angesprochen - fällt natürlich auf.
Zwar merkt man, dass Herr Schlick zum Ende hin absichtlich Informationen ausspart, aber das finde ich nicht verwerflich. Es wirkt trotzdem nicht künstlich, sondern wie jeder von uns der laut vor sich hinsagt "Ich habs!" und dann aber wieder verstummt.

Fazit: Ich bin von vorne bis hinten begeistert! Es gehört - so viel kann ich jetzt schon sagen - mit zu meinen Jahreshighlights. Ich glaube, es wird mir noch lang in Erinnerung bleiben.

Bewertung: 💝💝💝💝💝

Wie hat dir das Buch gefallen? Kennst du andere Bücher von dem Autor oder könntest mir ähnliche Bücher empfehlen?
Und eine Frage als Feedback für mich: Wie findet ihr die Länge des Textes (mehr/weniger Infos)?

Montag, 18. September 2017

Widerhall #1 | Kurzgeschichte

--- Ich habe eine mehrteilige Kurzgeschichte geschrieben. Hier also der erste Teil von "Widerhall". Wie gefällt es dir? ---

Wütend schlug ich die Zeitung auf den Frühstückstisch und gab ein lautes Brummen von mir.
"Was ist denn jetzt wieder?", fragte mein Sohn genervt.
"Die schreiben nur Scheiße", fluchte ich und schlug noch einmal mit der Faust auf die Zeitung.
"Du kennst die doch." Mein Sohn wendete sich wieder seinem Brot zu, doch ich blickte angestrengt aus dem Fenster. Irgendwie musste man doch gegen diese schlechte Presse ankommen?
Mein Sohn nahm die Zeitung zu sich und sah die Schlagzeile an und wurde blass. Wenn er schon die Nachricht derart schlecht auffaste, wie sollte es dann in der Öffentlichkeit aussehen, schließlich war mein Sohn völlig unbeteiligt an der Sache.
Es war immer wieder so, dass die Presse einem das Wort im Munde umdrehte, aber ich konnte mich einfach nicht daran gewöhnen. Manchmal war sie ja auch ganz praktisch, aber nur für meine eigenen Zwecke.
"Also ich muss jetzt los, Sander", sagte mein Sohn und ging, ohne sich nochmal nach mir umzudrehen. Ich hatte mich über die Jahre daran gewöhnt, dass mein Sohn mich nannte, wie meine Geschäftspartner.
"Ja, bis dann, Peter."
Im gleichen Moment klingelte mein Telefon. Schon die angezeigte Nummer verhieß nichts Gutes. Noch bevor ich mich melden konnte, polterte der Anrufer los: "Spinnen Sie denn eigentlich?! Das ist ein Millionendeal! Wir wollen einen Film produzieren, einen SEHR TEUREN Film! Denken Sie an die Vertragsstrafe, wenn der Deal platzt! Diese Gerüchte müssen sofort vom Tisch, wir wollten ihn doch extra wegen seines gute Images bei Frauen! Sie wissen, was auf dem Spiel steht. Denken Sie an die Verträge! Mensch, das kann doch nicht wahr sein... Wenn das jetzt nichts mehr wird, dann sind sie dran - das schwöre ich Ihnen!"
Holte der gar keine Luft?, dachte ich. Dann sagte ich: "Ja, ich habe die Zeitung gelesen. Ich kümmere mich darum!"
"Das will ich Ihnen auch raten", schrie der Produzent und dann war das Gespräch weg. In mir breitete sich ein beklemmendes Gefühl aus.
Ich lehnte mich zurück und dachte nach, trank noch meinen Kaffee mit großen Schlucken. Aus nichts machte die Presse Gerüchte, also musste man doch auch was dagegen tun können...
Hastig blickte ich auf die Uhr und sprang auf, schnappte Tasche und Jacke und machte mich auf den Weg ins Büro. Ich sollte wirklich morgens keine Zeitung mehr lesen.
Meine Sekretärin hatte eindeutig zu wenig zu tun, wenn sie immer noch Zeit hatte, um ihre Nägel zu feilen. Vielleicht sollte ich mir eine neue suchen.
In der Post fand sich auch nichts, was meine Laune aufhellte, sodass meine Gedanken immer wieder zu dem Zeitungsartikel zurückglitten. Mein Plan, die Gerüchte zu bekämpfen, war simpel und trotzdem genial, absolut wasserdicht. Da gab es keine Diskussion.
"Entschuldigen Sie, Herr Sander, aber da ist ein Anruf für Sie", erschien meine Sekretärin in der offenen Bürotür.
"Und wieso stellen Sie nicht einfach durch?", fragte ich genervt zurück.
"Es ist der Schwierige... ich wollte ihm nicht unbedingt Hoffnungen machen." Vielleicht war sie ja doch ihr Geld wert. Der rief an wie gerufen. Irgendwann musste ich ihm den Plan sowieso einbläuen. Wenn er doch bloß nicht immer so viele Widerworte hätte!
"Sander", meldete ich mich knapp. Dann plapperte er los. Ich schaltete auf Durchzug und zwinkerte meiner Sekretärin zu, die mir gerade einen neuen Kaffee auf den Schreibtisch stellte. Einen prallen Hintern hatte sie auf jeden Fall!
"Sander, so geht das nicht, die wollen alle ein Interview von mir! Woher haben die überhaupt meine Telefonnummer?! Ich muss mich auf Sie verlassen können!"
Ich spukte ein bisschen heißen Kaffee zurück in die Tasse, weil ich nicht damit gerechnet hatte, dass er so schnell fertig sein würde, dann sagte ich: "Sie können sich auf mich verlassen. Wir werden diese Gerüchte dementieren, sie sind ja schlicht nicht wahr."
"Also soll ich ein Interview annehmen?", fragte er ungläubig.
"Nein, nein, wir machen das anders. Die Gerüchte stimmen nicht, also beweisen wir denen das Gegenteil. Nicht durch Reden. Durch Taten. Für ihre Gerüchte gibt es nämlich keine Beweise, nur Mutmaßungen. Und es stimmt ja überhaupt nicht. Es stimmt doch nicht etwas, oder?! Der Produzent sitzt mir schon im Nacken. Das wird nicht sehr gemütlich, wenn die Sie deswegen nicht mehr engagieren wollen." Stolz auf meinen genialen Plan lehnte ich mich in meinem Chefsessel zurück und stellte mir vor, ich würde mich in Scheinwerfern sonnen. Doch dann... natürlich hatte er was dagegen.
"Es stimmt nicht", sagte er mit fester Stimme. Aber nach einer Pause setzte er wieder an. "Wie soll das denn aussehen? Vergessen Sie es! Das mache ich nicht!", schrie er entsetzt. Mein Grinsen erstarb. Es musste sein. Wenn mein Aushängeschild im Ansehen der Öffentlichkeit sank, dann würden auch andere Aufträge verloren gehen, da keinem dasselbe geschehen wollte. An die Vertragsstrafe wollte ich gar nicht denken. Es war wichtig, dass der Plan klappte. Und ich war mir sicher, dass ich ihn überzeugen konnte; dass auch er für seine Karriere alles tun würde.

Donnerstag, 14. September 2017

Neu im Bücherregal | Neuzugänge August 2017

Nachdem SuB-den-Sommer zu Ende war, war ich bei Texxt und hab direkt zugeschlagen. Texxt ist ein toller Laden mit vielen Mängelexemplare, die teils aber auch noch sehr aktuell sind!

"Dunkelsprung" von Leonie Swann
Es geht um einen Flohzirkus und ein phantastisches Abenteuer rund um die Magie! Ich habs mitgenommen, weil es mich an "Der Nachtzirkus" erinnert hat 😇

"Geheimer Ort" von Tana French
 Der fünfte Band der Cassie Maddox Reihe. Ehrlich gesagt, habe ich die anderen nicht gelesen, aber ich hoffe, dass das nicht schlimm ist. Alles dreht sich um einen Fall in der Umgebung eines Mädcheninternats. Ich fand, dass es total spannend klang!

"Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen" von Ulla Scheler
 Soweit ich weiß handelt es sich in diesem Buch um das Meer und eine besondere Freundschaft. Der Freund scheint undurchschaubar.

"Schuld" von Ferdinand von Schirach
 Ferdinand von Schirach berichtet von echten Fällen - hoffentlich nicht zu gruselig!

"Die Kolumbus Verschwörung" von Steve Berry
 Kolumbus hat Amerika entdeckt! Oder war doch alles ganz anders?

"Stimmen" von Ursula Poznanski
Es handelt sich um den dritten Band der Beatrice Kaspary Reihe. Auch hier macht es hoffentlich nichts, dass ich die ersten Bände nicht kenne, aber der Fall ist ja neu. Diesmal in einer Psychiatrischen Klinik!

"Zusammen werden wir leuchten" von Lisa Williamson
Ein Junge, der lieber ein Mädchen sein möchte, und ich bin echt gespannt darauf!

Den Inhalt der Bücher hab ich jetzt nur kurz angerissen, aber ich wollte euch auch nur kurz meine neuen SuB-Schätze vorstellen! Gefällt euch eines davon? Habt ihr davon schon etwas gelesen? Was sagt ihr zu den Autoren?

Hier findest du meinen aktuellen Sub!

Donnerstag, 7. September 2017

Unsinniger Nonsens - eine ABC-Geschichte ohne Lehre

Da Sina auf ihrem Blog "Sinas Geschichten" schon mehrere solcher ABCs veröffentlicht und mir ans Herz gelegt hat, dass ich es ja auch einmal versuchen könnte, hier also mein Versuch - ohne Plot und Vorideen - :

Als es begann, war ich noch ganz ruhig.

Bis ich begriff, was los war, hatte es lange gedauert, da ich es einfach nicht wahrhaben wollte, was da genau vor meinen Augen geschah.

Clowns sind mir noch nie sonderlich sympathisch gewesen, wenn ich ehrlich bin.

Deshalb bin ich froh, dass ich Vorsicht walten ließ, als mir einer begegnete.

Erst stand er einfach nur da und beobachtete mich, dann sah ich, wie die Klinge seines Messers in der Sonne blitze.

Furcht zog mir durch jede Faser, sodass ich stocksteif dastand.

Gerade als der Clown einen Schritt auf mich zumachte, löste ich mich aus meiner Paralyse und schaffte es, davon zu laufen.

Hoffentlich war der Clown nicht schneller als ich!

Ich rannte und rannte und rannte...

Jedoch packte mich etwas unsanft am Arm.

Kalter Schweiß lief mir den Rücken hinunter und mein Gesicht wurde ganz heiß, mein Herz schlug schneller.

Leider schaffte ich es nicht, mich loszureißen.

Meine Überraschung war jedoch groß, als der Clown mit breit angrinste, wobei er noch gruseliger aussah als sowieso schon, und mich losließ.

Nicht damit rechnend, blieb ich wie angewurzelt stehen und starrte ihn bloß an.

Ohne mit der Wimper zu zucken, grinste er weiter gruselig drein.

Plötzlich wurde mir klar, dass das meine Chance war, wegzulaufen.

Quasi mit meinen Beinen in der Hand lief ich, doch als ich ein merkwürdiges Geräusch hinter mir hörte, konnte ich nicht anders, als mich umzudrehen.

Röchelnd kam der Clown hinter mir her.

Seine Arme hatte er auf mich zugestreckt, in einer Hand das Messer, das auf mich zeigte.

Tatsächlich hatte er in der anderen Hand einen kleinen, abgerupften Blumenstrauß, den er selbst gepflückt haben musste.

Unweigerlich meldete sich mein schlechtes Gewissen, als der Clown wieder grinste, das Messer wegsteckte und mir die Blumen entgegen hielt.

Viele Wildrosen und einige andere konnte ich erkennen.

Wie konnte das sein?

Xenon-Scheinwerfer gingen in meinem Kopf an und erleuchteten alles hell, als der Clown nur unverständliches Gebrabbel von sich gab.

Ying und Yang in mir schämten sich, dass ich verkannt hatte, dass er stumm war - und bloß nett sein wollte.

Zuletzt nickte ich dem Clown verlegen zu und sah, wie er fröhlich davon ging - und gar nicht mehr so gruselig wirkte.

Ende im Gelände ;) Tja, das war mein erster Versuch. Ich muss schon sagen: C, Q, X und Y sind richtig fies. Und es heißt auch, eine Geschichte auf 26 Sätze zu reduzieren. Aber ich habs geschafft, oder?

Freitag, 1. September 2017

Der Fluch der Öffentlichkeit

Liebe Menschen,

oftmals schreibt das Leben die traurigsten und unglaublichsten Geschichten. Dafür braucht es keinen Autor. Mir ging es gestern bei einer Dokumentation über Lady Diana so. Zuvor hatte ich mich nie wirklich mit ihr auseinander gesetzt. Als ihr Tod durch die Medien ging, war ich noch zu klein, um etwas davon mitzubekommen. Ich kann mich zwar dunkel erinnern, dass sie bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist, aber erst die Doku hat mir genauere Infos geliefert.

Allerdings ließ sie mich ziemlich schockiert zurück. Ich kannte diese Person, diesen Menschen Diana zwar nicht, aber ich bin zutiefst getroffen.

Die Heirat war der Anfang von ihrem Ende. Sie sah so verliebt aus und fühlte sich doch so ungeliebt.

Das macht mich sehr traurig.

Doch noch trauriger macht mich der Umstand, wie sie ums Leben gekommen ist: Sie stand immer in der Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, hat diese wohl auch oft genug gesucht, aber trotzdem stand ihr doch auch ein Privatleben zu. Ich kann nicht verstehen, wie man einen Mneschen so dermaßen verfolgen kann. Bei jedem anderen, "normalen" Menschen wäre das ein Fall von Stalking. Und da beginnt auch schon der Hakenfuß: Jeder Promi ist ein NORMALER Mensch, also lasst sie doch alle ihr normales Leben führen.

Ich kann die Neugier verstehen; die Neugier ist uns angeboren, sonst gäbe es nicht so viele tolle innovative Erfindungen. Doch wie weit darf Neugier gehen? Darf sie dazu führen, dass wir Menschen zu Objekten machen, denen kein Funken Privatsphäre mehr zusteht? Objekte, die zwar keinem Überwachungsstaat, aber einer Überwachungsgesellschaft ausgeliefert sind und keiner tut etwas?
Natürlich macht es einen Unterschied, wenn ein Promi selbst den Weg an die Öffentlichkeit wählt, um etwas kundzutun. Aber ansonsten darf doch unsere Neugier - und die Betonung muss dabei auf GIER liegen - nicht dazu führen, dass berühmte Leute beengt, bedrängt, gar in den Tod getrieben werden. Sie zu einem derartigen Objekt unserer Begierde zu machen, läuft für mich der Menschenwürde zuwider.

Schon vielen Prominenten ist der Ruhm nicht gut bekommen. Manche ertränken ihr Leid in Alkohol oder anderen Drogen, andere bringen sich um. Lady Diana wurde - meiner Ansicht nach - extrem von Paparazzi verfolgt, fühlte sich nicht mehr sicher. Wäre sie nicht von ihnen gejagt worden, hätte sie vielleicht nicht sterben müssen. Dieser Gedanke lässt mich nicht schlafen. Auf den Bildern in der Doku sah sie so lebendig aus, nahm mich jetzt, zwanzig Jahre danach noch in den Bann, dabei weilt sie schon gar nicht mehr unter un. Wie kann so viel Wärme einfach verschwinden?

Es darf nicht sein, dass bei Unfällen einfach nur gegafft wird, anstatt geholfen, Fotos werden geschossen, sodass Rettungskräfte kaum durchkommen. Das darf einfach nicht sein. Vielleicht wäre so manches Unfallopfer - inklusive Lady Diana, die so viele bezaubert - zu retten gewesen. Unabhängig davon, welche Mitschuld Lady Diana, der Fahrer oder ihre Begleiter hatten, eine solche Fotojagd darf nicht sein. Und daraufhin bei dem heraufbeschworenen Unfall nicht zu helfen, das darf noch viel weniger sein. [Sehr interessanter Artikel im Tagesspiegel!] Bitte seid vernünftig.

Bitte, liebe Menschen, lasst Prominenten mehr Privatleben und helft, wenn ein Unfall geschieht, statt sie zu begaffen. Bitte.

Donnerstag, 31. August 2017

Review: "Somia - I bring the night" (PC-Spiel) von Sina Bennhardt

Premiere! Es gibt diesmal eine Review zu einer Geschichte, die ganz anders verpackt ist als sonst: In einem Spiel. Die liebe Sina von "Sinas Geschichten" hat mich gefragt, ob ich das Spiel schon vorab spielen mag und meine Meinung dazu kundtun würde; da hab ich natürlich nicht Nein gesagt! 😊

Startbildschirm
Das Spiel "Somnia - I bring the night" kannst du jetzt HIER von Sinas Seite downloaden.

So beginnt es...

Es geht um darum, dass du - als Spielfigur - erwachst und nicht mehr weißt, wer du bist. 
Je nachdem, was du tust, verändert sich der Verlauf der Geschichte. Es dauert ca. eine dreiviertel bis eine Stunde.


Zur Idee: Von der Idee bin ich begeistert! Es wird so oft vergessen, dass Spiele auch auf einer Geschichte/Storyline beruhen. Durch diese Darstellungsart kann man super zeigen, welche Auswirkungen Entscheidungen und Handlungen haben. Auch die Idee der Geschichte, dass man herausfinden muss, wer man ist, gefällt  mir.

Graphikdarstellung

Zur Umsetzung: Die Darstellungsart erinnert mich sehr an die frühen Pokémon-Spiele, wodurch ich mich auf "heimischem Terrain" gefühlt habe und das Spiel sehr intuitiv zu bedienen war; man muss keine komplizierten Tastenkombinationen lernen. Die einzelnen Screens, also Landschaft und Häuser sind mit viel Liebe zum Detail gestaltet und unterstützen die Atmosphäre, die sowieso schon durch die Hintergrundmusik sehr gut unterstrichen wird.
Die Geschichte ist nicht flach, aber auch nicht  zu komplex, sodass es sich sehr kurzweilig spielen lässt.

Das einzige, was mir etwas Sorgen bereitet, ist, dass ich nicht weiß, wie man den Verlauf anders beeinflussen kann. Ich habe das Spiel zwei mal gespielt und beim zweiten Mal habe ich absichtlich versucht, einiges anders zu machen, was aber am Ende aufs selbe hinaus lief, da zwischendurch die Variationsmöglichkeiten etwas beschränkt sind. Wenn der Verlauf der Geschichte wirklich nur von einer einzigen Entscheidung abhinge, fände ich das etwas schade und eindimensional, da es gerade interessant gewesen wäre, wie die unterschiedlichen Kombinationen der Handlungen zu unterschieden Ergebnissen führen. ABER das kann ich nicht wissen, da ich den richtigen Kniff noch nicht gefunden habe! So wie Sina es angekündigt hat, wird es diese unterschiedlichen Kombinationen sicherlich geben.

Also? Spielt das Spiel und sagt mir in den Kommentaren, wohin euch die Geschichte geführt hat und wo eurer Meinung nach der entscheidende Kniff liegt! Das ist ja gerade das spannende, unter welchen Umständen bei unterschiedlichen Leuten der Lauf der Dinge ein anderer ist 😊

Ich bin jedenfalls gespannt, ob Sina uns mit noch mehr spielerischen Geschichten überrascht!

Hier gibt es noch weitere Infos rund um "Somnia" auf Sinas Blog:
Storytelling mal anders
Visual Storytelling
Die Kunst der Kunst

Sonntag, 20. August 2017

SuB den Sommer - mein Fazit!

Nun ist die SuB den Sommer Aktion auch schon wieder vorbei! Die Zeit ist ganz schön schnell vergangen! Ein bisschen habe ich es auch tatsächlich geschafft zu lesen. Hier zur Erinnerung nochmal alle Aufgaben, zusammen mit meinen "Antworten":

  1. Lies das Buch, was am längsten auf deinem Sub liegt. ❌
  2. Lies das dickste Buch auf deinem Sub. ❌
  3. Beende oder beginne endlich diese Reihe, die schon ewig auf deinem Sub schlummert. ✔
    "Selection Band V - Die Krone" von Kiera Cass
  4. Lies ein Buch von einem Debüt-Autor. ❌
  5. Lass die anderen Teilnehmer (z.B. durch eine Twitterumfrage) entscheiden, was du liest. ❌
  6. Lies das eine Buch aus einem anderen Genre auf deinem Sub. ✔
    "Kein Platz für Idioten" von Felix Mitterer
  7. Lies ein Buch mit einer weiblichen Protagonistin. ✔
    "Begin Again" von Mona Kasten
  8. Lies ein Buch mit einem männlichen Protagonisten. ✔
    "Griechischer Abschied" von Stella Bettermann
  9. Lies ein Buch, das du auch rezensierst! (Optional auch eine Mystery-Review) ❌
  10. Lies ein typisches Sommerbuch. ❌
  11. Lies ein Buch mit Sommerfarben auf dem Cover. ❌
  12. Lies ein Buch, das nicht 2017 erschienen ist. ✔
    "Selection Band IV - Die Kronprinzessin" von Kiera Cass
  13. Lies ein Buch, das in einem anderen Land spielt. ❌
  14. Lies ein Buch, was du eine Empfehlung hin gekauft hast. ❌
  15. Halte das Buchkaufverbot ein! ✔
    EINGEHALTEN 😊
Es sind tatsächlich 6 erfüllte Aufgaben! Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet! Natürlich hätte ich gern mehr gelesen, aber die Bücher wollte mir nicht mehr von meiner Freizeit abspenstig machen.

Direkt am Anfang - wie ich ja schon berichtet hatte - hat mich "Begin Again" ungefähr zur Hälfte der Geschichte total in die Unlust getrieben. Kaum hatte ich dann beschlossen, mich nicht mehr zu zwingen, lief es direkt besser.

"Griechischer Abschied" lief schon viel besser, dazu kannst du hier auch nochmal eine Rezension lesen. Es war sehr kurzweilig, aber kein nervenaufreibender Krimi.

"Selection" habe ich dann wieder verschlungen. Man kann darüber sagen, was man will, aber die Seiten fliegen einfach nur durch die Hände und schwupps ist man fast durch! So einen Motivationsschub kann ich momentan einfach nur gut gebrauchen; denn alles, was ich für die Uni lese, ist leider nicht so leicht verdaulich.

"Kein Platz für Idioten" ist ein Dramatisches Stück. Leider war es nicht ganz einfach zu lesen, da es in Mundart geschrieben war, aber man konnte es trotzdem verstehen und aufgrund der geringen Seitenanzahl war ich damit auch zwischendurch ziemlich schnell damit fertig. Es geht um ein Dorf, das sich für einen behinderten Bauernjungen schämt, welcher dadurch in der Gesellschaft ausgeschlossen ist.

Darf ich das mal sagen? Ich bin wirklich stolz auf mich! Die Challenge ist viel besser gelaufen als ich es erwartet hatte und da darf man sich doch auch gerne mal auf die Schulter klopfen.

--- Wie ist es bei dir gelaufen? Was hast du so in letzter Zeit gelesen? ---

Mittwoch, 16. August 2017

Die Buchformate und ich

Welches Buchformat bevorzugst du? Gebunden, broschiert, Taschenbuch?

So oft stehe ich im Buchladen und stehe vor der Wahl: Gebundenes Buch oder Taschenbuch?
Wenn beide das selbe Cover haben, wird es noch schwerer, denn dann ist ja keine Entscheidung nach der Optik möglich. Der Preis spricht immer für das Taschenbuch. Die Vereinfachung der Mitnahme ist ein weiteres Pro-Argument auf Seiten des Taschenbuchs. Hat da das gebundene Buch überhaupt noch einen Vorteil?

Es ist die Liebe zum Buch, die uns gebundene Bücher kaufen lässt. Die Buchindustrie weiß das. Vielversprechende Titel werden zuerst als gebundenes Buch auf den Markt geworfen, um später noch einmal Geld mit dem Taschenbuch zu machen. Verlage sind Wirtschaftsunternehmen und vielleicht würde ich es auch so machen. Gut ist jedenfalls, dass es sie überhaupt noch gibt: Die gebundenen Bücher. Mit Lesebändchen, in Leinen gebunden, dann sind doch richtige Schmankerl. Oftmals gibt es zwar "nur" bedruckte Einbände, teils auch ohne Schutzumschlag, aber das gebundene Buch hat für mich noch mehr Qualitäten als nur Liebhaberei:

Für mich als Buchfanatiker - du kennst das sicherlich? - ist es wichtig, dass die Bücher auch nach dem Lesen noch schön aussehen. Bei Eselsohren oder ähnlichem könnte ich wirklich fast weinen.
Nicht falsch verstehen: Eigentlich finde ich es auch schön, wenn die Bücher gebraucht aussehen und man ihnen ansieht, dass sie eine Geschichte hatten, aber ich selbst tue ihnen dieses nur ungern selbst an. Lieber würde ich mir ein solches Buch auf dem Flohmarkt kaufen.
Es ist also sehr schwer Taschenbücher umstandslos lesen zu können, ohne Leserillen in den Buchrücken zu knicken oder den Buchrücken schief zu lesen. (Das Schieflesen kann zwar auch bei Hardcovern passieren, aber sie sind deutlich weniger anfällig.)
Es entspannt mich also ungemein, wenn ich das Buch aufklappen und lesen kann, ohne nur in die Seite hineinschielen zu können, um Leserillen und ähnliches zu vermeiden.

Leider weiß man vorher meist nicht, wie gut das Buch ist und ob sich eine Investition in ein Hardcover lohnt, also entscheide ich meistens aus dem Bauch heraus.

Wenn es eine Broschierte und eine Taschenbuch-Ausgabe gibt, dann würde ich wohl die Taschenbuch-Ausgabe meist wegen des günstigeren Preises vorziehen, da sich für mich hier wenig Unterschiede bezüglich des Lesekomforts ergeben. Im Gegenteil: Das Taschenbuch ist meist noch kleiner und damit handlicher.

Jedes Format hat also seine Daseinsberechtigung, aber ich unterliege tatsächlich gern dem Charme von klassisch gebundenen Bücher, die mich magisch anziehen. Oftmals ist es dann eine Pest oder Cholera Entscheidung für welches Format ich mich entscheide.

--- Wie geht es dir dabei? Kennst du die "Leiden", von denen ich erzählt habe? Oder hältst du alles nur für Gejammer? ---

Montag, 14. August 2017

Rezension: "Griechischer Abschied" von Stella Bettermann

Stella Bettermann schickt ihren Kommissar Nick Zakos von München auf eine verschlafene, griechische Insel in der Nähe von Rhodos, um einen Mord aufzuklären. Er entdeckt seine griechische Seite und verwickelt sich ein mit seinen eigenen Problemen.

Leider muss ich sagen, dass ich die Auflösung ein bisschen im Gefühl hatte. Natürlich werde ich diese jetzt nicht spoilern! Nur so viel: Es gab immer wieder Momente, in denen ich dachte "Okay, jetzt ist es offensichtlich, dann stimmt mein Gefühl doch nicht", aber da war das Gefühl auf jeden Fall. Das fand ich aber eigentlich gar nicht so negativ, da die Autorin mehrere Möglichkeiten sinnvoll erscheinen ließ. Am Ende war es für mich dann einfach ein "Ha!"-Moment. Da hab ich mir einfach mal stolz auf die Schulter geklopft.

Der Schreibstil ist mir mit keiner Besonderheit aufgefallen, was aber auch heißt, dass mir nichts Negatives aufgefallen ist. Stella Bettermann hat schnörkellos erzählt, was zum Protagonisten Zakos gepasst hat. Ich habe ein gutes Bild von der Griechischen Insel vor Augen (wie ich sie mir durch die Beschreibungen vorstelle) und auch die Mentalität der Menschen konnte ich gut empfinden. Allerdings vermag ich nicht zu beurteilen, ob die Beschreibungen authentisch waren, da ich noch nie in Griechenland war und auch keinen Griechen besser kenne.

Ich wurde also gut unterhalten, aber richtig vom Hocker gerissen leider auch nicht. Nick Zakos war zwar ein ganz cooler Kommissar, aber eigentlich hat er nicht viel getan und es hat ihm für meinen Geschmack ein bisschen der Glanz gefehlt. Der allerletzte Funke ist leider nicht übergesprungen.

Die Hilfspolizisten auf der Insel hatten für mich leider gar kein richtiges Gesicht, sie blieben beide unscheinbar, egal wie viel sie mehr oder weniger zur Handlung beitrugen. Keine Nebenperson stach mir richtig ins Auge.

Insgesamt würde ich den Krimi weiterempfehlen für Leute, die lieber einen Krimi mit ruhiger Handlung lesen. Viel Action darf man nicht erwarten, die ich persönlich aber auch nicht vermisst habe. Ein Highlight-Krimi war es für mich aber nicht.

Bewertung: 💝💝💝

Samstag, 22. Juli 2017

Sub den Sommer - oder: Rein in die Leseflaute!

Ich war so motiviert! Ich hatte richtig Bock mit euch allen zu Sub-ben (gibt's das Wort? Wahrscheinlich nicht 😃), aber dann kam mir eine ordentliche Leseflaute in den Weg.
Es hat so gut begonnen mit der Lesenacht. Zu Beginn habe ich zwei Dramen gelesen und wollte mein aktuelles Buch "Begin Again" von Mona Kasten auslesen... Aber der Plan ist überhaupt nicht aufgegangen. Ich hab mich ungefähr zur Hälfte des Buches in eine ausgewachsene Leseflaute manövriert.
Normalerweise kommt ab der Hälfte der Knackpunkt, wo man die Bücher nicht mehr weglegen kann, zumindest geht es mir meistens so. Allerdings war es hier anders. Der Anfang hat mich richtig mitgezogen und jetzt... ist die Luft total verpufft, leider. Dabei ist es überhaupt nicht schlecht!
Aufgrund eines Tipps von Tabi habe ich dann einfach ein neues Buch angefangen: "Griechischer Abschied" von Stella Bettermann. (Danke nochmal dafür!) Aber richtig rund läuft es immer noch nicht...

Woran liegt das? Ich hab mir wieder zu viel vorgenommen: Lernen, Lesen und Schreiben sind einfach zu viel für mein Gemüt. Manchmal muss ich auch einfach überhaupt gar nichts tun.
Leider frustriert es mich zusätzlich, wenn ich nicht schaffe, was ich mir vornehme... ich wollte doch so gerne bei Sub-den-Sommer mitmachen!

Ich werde mir wohl jetzt keinen Druck mehr machen, entweder ich reiße noch was oder eben nicht. Ich muss mal mehr auf meinen Bauch hören und darf das Lesen nicht zum Pflichttermin machen 😉

--- Wie ergeht es dir bisher? Kennst du das auch mit der Leseflaute, vor allem wenn du es dir so fest vorgenommen hast? Was tust du dann dagegen? ---

Donnerstag, 20. Juli 2017

Montagsfrage: Wenn du weder Buchverfilmung noch Buch kennst, was würdest du zuerst anschauen/lesen?

Viele von euch schreien bestimmt sofort: BUCH BUCH BUCH! Aber je länger ich darüber nachdenke, desto unklarer fällt meine Antwort aus.

 

 Manchmal finde ich es nämlich gar nicht so schlecht, zuerst den Film zu sehen. Ein Beispiel: Ich fand Harry Potter früher blöd, weil ich es als Mainstream abgestempelt hatte. Den ersten und zweiten Kinofilm habe ich zwar geguckt, aber ich war noch nicht so in der Magie drin. Harry Potter war dann erst mal gegessen für mich. Als ich dann aber den 4. Teil im Fernsehen sah, war mir klar, dass ich unbedingt wissen musste, wie J.K. Rowling das beschrieben hat. Natürlich fing ich vorne an und war sofort in den Bann gezogen!! Ich bin so unendlich froh, dass mir der 4. Film zu den Büchern geführt hat! Man hatte einfach einen Ansporn, der außerhalb der Geschichte lag.
Ähnlich ging es mir mit den Tributen von Panem. Von den Büchern hatte ich gar nichts gehört, da ich damals nicht so up-to-date war und als ich den Film gesehen hatte, war klar, dass ich das lesen MUSSTE! Dadurch hab ich auch meine Liebe zum Lesen wiederentdeckt!

In anderen Fällen wie zum Beispiel "Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei" reicht es mir auch, einfach den Film zu schauen, da es ja so viele Bücher gibt, die gelesen werden wollen.

Außerdem muss man bedenken, dass sooo viele Filme auf einer Romanvorlage basieren, die KANN man gar nicht alle vorher lesen... (leider)

Oft habe ich trotzdem den Anspruch, wenn eine lang ersehnte Buchverfilmung in die Kinos kommt, dass ich das Buch vorher gelesen haben möchte. Denn das Buch ist meistens einfach besser!!

--- Welche Bücher würdest du dir mit auf Reisen nehmen? --- Dieser Artikel ist die Antwort auf die von Buchfresserchen gestellte Montagsfrage. Mach doch gerne auch mit und setze deinen Artikel auf die Liste oder schreibe Buchfresserchen deine Antwort in die Kommentare :) ---

Montag, 10. Juli 2017

Montagsfrage: Welche 5 Bücher würdest du jetzt auf eine Reise mitnehmen?

Fünf Bücher, die ich heute in meinen Koffer packen würde (wenn ich denn Urlaub hätte):


◎ "Ein Mann namens Ove" von Frederik Backman
◎ "Selection - Die Kronprinzessin" von Kiera Cass
◎ "Sturz der Titanen" von Ken Follett
◎ "Schöne neue Welt" von Aldous Huxley
◎ "Mein Herz und andere schwarze Löcher" von Jasmine Warga

Spoiler: Vermutlich ist es utopisch, dass die ich diese alle in ein oder zwei Wochen weggelesen bekäme, aber ich hab schon immer zu viel Lesestoff mitgenommen 😃

--- Welche Bücher würdest du dir mit auf Reisen nehmen? --- Dieser Artikel ist die Antwort auf die von Buchfresserchen gestellte Montagsfrage. Mach doch gerne auch mit und setze deinen Artikel auf die Liste oder schreibe Buchfresserchen deine Antwort in die Kommentare :) ---

Montag, 3. Juli 2017

Projekt ade - scheiden tut weh!

Manchmal ist die Zeit nicht die richtige? Manchmal ist man selbst noch nicht reif genug?
Seit Ende 2009 schreibe ich an meinem Herzensprojekt. Den ersten Entwurf habe ich 2014 beendet. Schon für diesen habe ich lange gebraucht. Denn durch das Schreiben an dieser Geschichte bin ich in eine Phase gerutscht, in der ich mir selbst zu viel Druck mit dem Schreiben gemacht habe.
Also beschloss ich, die ganze Geschichte mit der Hand aufzuschreiben, was natürlich länger dauerte. Außerdem wollte ich nur noch schreiben, wenn ich den Drang danach hatte, mich nicht mehr dazu zwingen.

Vielleicht hätte ich schon früher begreifen sollen, dass ich noch nicht bereit für die Geschichte war, doch mein Herz hing so sehr daran.
Zwar bin ich nicht sicher, ob es immer für alles "den einen richtigen Zeitpunkt" gibt bzw. ob man diesen nicht eher verpasst, wenn man auf ihn wartet. Aber ich bin ganz eindeutig mit meinem schriftstellerischen Können noch nicht so weit, um die Geschichte angemessen transportieren zu können.

Es geht um gesellschaftliche Themen... oder besser gesagt: Es soll eigentlich darum gehen! Aber ich habe - plump gesagt - am Thema vorbei geschrieben. Ich hab alles gegeben, was ich konnte, aber habe es verpasst, der Geschichte die nötige Tiefe zu geben, sodass sie eher wie ein platter Liebesroman mit Nebenhandlung daherkommt. Und das war so gar nicht meine Intention.



Ein Kumpel sagte mir vor ein paar Tagen, dass der Geschichte etwas fehlt, was nicht mehr hinzugefügt werden kann. Das denke ich auch. Zumindest in der Form, wie die Geschichte jetzt ist. Der erste Entwurf steht ja, mit dem könnte ich arbeiten - doch es ist so viel, was geändert werden muss: Der Plot, der Schreibstil (da ich anfangs noch so viel jünger war) und noch einiges mehr. Zur Zeit habe ich aber einfach nicht die Kraft dafür. Ich weiß nicht mehr, wo bei der Geschichte vorne und hinten ist. Ich liebe sie, keine Frage, aber ich brauche jetzt eine Pause.

Über all die Jahre, in denen ich an ihr geschrieben habe, und über all die Zeit, in der ich sie korrigieren und vorzeigbar machen wollte, war ich wie gesperrt für neue Ideen und anderes Schreiben. Nicht zuletzt das viele Lernen für Prüfungen tat seinen Anteil daran. Erst meine Schreibwerkstatt hat mich dort heraus geholt und langsam fließen die Ideen wieder. Im Nachhinein sehe ich diese Zeit, die ich in mein Projekt gesteckt habe, ohne voran gekommen zu sein, als verlorene Zeit an, da ich in dieser auch so viel anderes über das Schreiben hätte lernen können.

Auch wenn es mir schwerfällt, muss ich mich vorerst von meinem Herzensprojekt verabschieden. Es muss jetzt erstmal gut sein, tote Zeit hinein zu investieren. Den Draht dazu hatte ich schon vor langer Zeit verloren, sodass ich mich schon gar nicht mehr zum Schreiben hinsetzte. Doch ich schreibe schon so lange und ich liebe es, also muss ich mich neuen Dingen zuwenden. Neues ausprobieren, mein Können neu austesten.

Und ich hoffe, dann kommt einmal die Zeit, in der ich genug Reife habe, um meinem Herzensprojekt die nötige Tiefe und damit endlich richtiges Leben einhauchen zu können!

--- Hast du auch so ein "Ding", von dem du einfach nicht loskommst? Hat dich dein Projekt auch schon einige Nächte gekostet? Woran schreibst du gerade? ---

Freitag, 30. Juni 2017

SuB den Sommer - Das Urlaubsworkout für Buchnerds

Jajaja, ich weiß, ich bin spät dran. Eigentlich hatte ich gar nicht vor, bei der Challenge mitzumachen, weil ich wenig Zeit habe und gar nicht so viele passende Bücher auf dem Sub... aber alle waren so ansteckend und dann dachte ich mir: Hey, falls du es nicht schaffen solltest, auch nicht schlimm, du hast dein Bestes gegeben.

Anna von Inkofbooks und Tabi von Ein Buch kommt selten allein haben die SuB den Summer Challenge ins Leben gerufen, um den Sub-Abbau voran zu treiben. Was eignet sich dafür besser als die Zeit, in der die meisten Urlaub haben?

Hier ist der Beitrag von Anna und hier der von Tabi.

Die Challenge geht vom 01.07. bis zum 20.08.2017. Sie beinhaltet zwei Lesenächte nämlich am 30.06. (also jetzt gerade, sorry!) und am 19.08.2017. Es gilt ein Buchkaufverbot. Die 15 Aufgaben sind folgende:
  1. Lies das Buch, was am längsten auf deinem Sub liegt.
  2. Lies das dickste Buch auf deinem Sub.
  3. Beende oder beginne endlich diese Reihe, die schon ewig auf deinem Sub schlummert.
  4. Lies ein Buch von einem Debüt-Autor.
  5. Lass die anderen Teilnehmer (z.B. durch eine Twitterumfrage) entscheiden, was du liest.
  6. Lies das eine Buch aus einem anderen Genre auf deinem Sub.
  7. Lies ein Buch mit einer weiblichen Protagonistin.
  8. Lies ein Buch mit einem männlichen Protagonisten.
  9. Lies ein Buch, das du auch rezensierst! (Optional auch eine Mystery-Review)
  10. Lies ein typisches Sommerbuch.
  11. Lies ein Buch mit Sommerfarben auf dem Cover.
  12. Lies ein Buch, das nicht 2017 erschienen ist.
  13. Lies ein Buch, das in einem anderen Land spielt.
  14. Lies ein Buch, was du eine Empfehlung hin gekauft hast.
  15. Halte das Buchkaufverbot ein!
Dieser Artikel ist mein Startartikel. Am Ende der Challenge wird dann ein Resümee dazu online gehen.
Ich möchte mich allerdings noch nicht festlegen, welches Buch ich zu welcher Aufgabe lesen möchte, da ich mich trotz der Challenge noch frei entscheiden will. Am Ende werde ich dann sehen, welche Aufgaben ich geschafft habe 😉

Damit es dennoch überprüfbar bleibt, ob ich auch Bücher von meinem Sub gelesen habe, hier nochmal eine Liste von meinem aktuellen Sub (da ich die "Sub-Seite" immer ändere, wenn ich etwas davon gelesen habe):
  • Backman, Frederik: Ein Mann namens Ove
  • Bettermann, Stella: Griechischer Abschied 
  • Brockmeier, Kevin: Die Stadt der Toten 
  • Canavan, Trudi: Sonea 2 + 3
  • Cass, Kiera: Selection IV + V
  • Chamisso, Adelbert von: Peter Schlehmils wundersame Geschichte 
  • Cogman, Genevieve: Die unsichtbare Bibliothek
  • Dürrenmatt, Friedrich: Literatur + Kunst
  • Eichendorff, Joseph: Aus dem Leben eines Taugenichts
  • Fitzek, Sebastian/Tsokos, Michael: Abgeschnitten 
  • Follett, Ken: Kinder der Freiheit
  • Follett, Ken: Sturz der Titanen
  • Follett, Ken: Winter der Welt 
  • Frisch, Max: Biedermann und die Brandstifter
  • Gaiman, Neil: The ocean at the end of the lane 
  • Garber, Stephanie: Caraval 
  • Gier, Kerstin: Silber 1+3
  • Habsburg-Lothringen, Eduard: Wo Grafen schlafen 
  • Haddon, Mark: The curious incident of the dog in the nighttime
  • Hauff, Wilhelm: Märchen
  • Hornby, Nick: A long way down
  • Huxley, Aldous: Schöne neue Welt
  • Isau, Ralf: Der Kreis der Dämmerung 1 + 2
  • Isau, Ralf: Die Träume des Jonathan Jabbock
  • Lehane, Dennis: Mystic River
  • Lu, Marie: Legend - Fallender Himmel
  • Mitterer, Felix: Kein Platz für Idioten
  • Niffenegger, Audrey: The time traveller's wife 
  • Orths, Markus: Wer geht wo hinterm Sarg?
  • Ostlundh, Hakan: Sterbensstille
  • Rath, Hans: Und Gott sprach: Wir müssen reden!
  • Simrock, Karl: Das Nibelungenlied
  • Torres, Justin: Wir Tiere
  • Twain, Mark: Tom Sawyer & Huckleberry Finn 
  • Ward, Peter/Kirschvink, Joe: Eine neue Geschichte des Lebens
  • Warga, Jasmine: Mein Herz und andere schwarze Löcher
  • Widmer, Urs: Reise an den Rand des Universums
  • Wilde, Oscar: Das Bildnis des Dorian Gray
Ich bin wirklich gespannt, wie viel ich davon schaffen werde! Ich denke, für mich ist es ein Erfolg, wenn ich drei Aufgaben erfüllen kann.

Wie sieht es mit dir aus? Hast du auch spontan noch Lust, daran teilzunehmen, oder machst du vielleicht schon mit? Mit welchem Buch startest du?

Ich werde gleich in die Lesenacht starten mit meinem noch aktuellen Buch "Begin Again" von Mona Kasten, um danach frei zu sein für ein Buch im Rahmen der Challenge!

Let it begin!

Freitag, 23. Juni 2017

Mein Plan von einer Bücherkartei

Schon einige versuche habe ich gemacht, meine Bücher zu "katalogisieren". Dieses Unterfangen bin ich stets mit einer Excel-Tabelle bewaffnet angegangen. Der Spaß fand jäh ein Ende, sobald ich merkte, dass ich diese (mal wieder) nicht fortgeführt hatte... und irgendwie war ich auch nicht sehr begeistert von dieser Methode.

Nun habe ich mir überlegt, dass ein das gute alte Karteikartensystem für mich nutzen könnte. Konkret habe ich mir das so vorgestellt, dass ich für jedes Buch eine Karteikarte führe, auf dem wichtige Eckdaten stehen. Toll wäre es, auch das Cover mit draufzuhaben, aber ich bin nicht sicher, ob mein Drucker da mitspielt...

Was soll das für einen Sinn haben, fragst du dich? Die Überlegung war weniger die, zu wissen, was im Regal ist, als zu wissen, was NICHT MEHR im Regal ist. Ich würde nämlich gerne aussortieren, tu mich aber schwer, mich von meinen "Schätzen" zu trennen, selbst wenn ich sie bis zum Abwinken grottenmies fand. Daher dachte ich, dass man dadurch "etwas behalten würde", nur halt mit einem "aussortiert"-Vermerk darunter. Die Idee gefällt mir immer besser.

Außerdem könnte man auch gleichzeitig eine Art Bewertungskartei führen, denn das Bookjournal, das ich einmal begeistert von Moleskine gekauft habe, ist so überhaupt nicht nach meinem Geschmack. Denn was mache ich denn, wenn ein Buchstabe voll ist? Und was mache ich denn, wenn ich mich verschreibe? In meinem System könnte ich alles nach Alphabet sortieren (inklusive Registerkarten) und zur Not eine neue Karte beschreiben!

Jetzt bleibt ja bloß noch abzuwarten, wann ich dieses Mammut-Vorhaben in Angriff nehmen soll...

--- Wie sieht es bei dir aus: Führst du Buch über deine Bücher? Hast du immer den Überblick oder findest du eine Katalogisierung überflüssig? ---

Mittwoch, 21. Juni 2017

Rezension: "Das Herz des Verräters" von Mary E. Pearson

Das Buch ist beendet und ich weiß nicht, wie ich es finden soll. Es ließ sich gut lesen, genau wie Band I, aber...
In Band II der Chroniken der Verbliebenden geht es um Lia, die nun in Venda gefangen ist. Auch Rafe ist dort und Kaden schlägt sich immer öfter auf Lias Seite. Wird Lia sich in Venda einleben oder wird sie fliehen können?


Am Anfang dauerte es mir zu lange, bis mal ein bisschen mehr "Pep" in die Geschichte kam, es gab viele Oh-Nein-das-darf-doch-einfach-nicht-wahr-sein-Momente und das, was schon in der Mitte des Buches hätte passieren müssen, stellt natürlich das "tolle" Ende dar. Hätte die Autorin, das was ich auf den letzten paar Seiten befürchtet hatte, gemacht, hätte ich vermutlich ins Buch gebissen.

Mir ist ja klar, dass Spannung innerhalb der Geschichte aufgebaut werden soll und dass deshalb einige Dinge passieren, die mir nicht in den Kram passen und gegen den Strich gehen... Aber: Wenn ich das Gefühl habe, das kommt jetzt nur, damit es spannend bleibt, dann sitzte ich da und schüttle das Buch und den Kopf und hoffe, dass es bald besser wird. Leider hatte ich dieses Gefühl an einigen Stellen, deswegen würde ich auch sagen, dass mir der erste Band besser gefallen hat.
Auch dieser hatte am Anfang natürlich etwas Vor-sich-hin-Plätscherndes, aber dort fand ich es passend. In diesem Band eher nicht so.

Trotzdem mag ich die Geschichte um Lia, Rafe und Kaden. Im Gesamten gefällt mir die Geschichte bisher gut und das Buch war bei Weitem nicht so schlimm, wie es sich bis hierhin angehört hat. Wie gesagt, ließ es sich gut, flüssig und schnell lesen. Bei diesem Band hatte ich auch eher den Drang, weiterzulesen als bei Band I, was ein Pluspunkt ist. Es sind einige neue Charaktere aufgetaucht und es wurden Handlungsstränge für den nächsten Band begonnen, auf den ich schon gespannt bin (auch wenn der Klappentext nicht sehr vielsagend ist). Die Geschichte hat mich auf jeden Fall gut unterhalten. Aufgrund aller genannten Eindrücke, würde ich Band I für mich persönlich aber als besser einstufen.

Bewertung: 💝💝💝

Dienstag, 13. Juni 2017

Montagsfrage: Gibt es ein Buch, das du schon so oft gelesen hast, dass du nicht mehr weißt wie oft genau?

Ehrliche Antwort? Nein!
Natürlich habe ich schon Bücher mehrfach gelesen, wie z.B. Harry Potter oder Pippi Langstrumpf, aber eben nicht soo oft, dass ich nicht mehr wüsste, wie oft.

Ich glaube, das hat mehrere Gründe.

Einmal gibt es zum Beispiel so viele Geschichten, die erkundet und gelesen werden wollen, dass kaum Raum für "alte Geschichten" bleibt, da ich ein langsamer Leser bin und sonst das Gefühl bekomme, "gar nicht mehr hinterher zu kommen".
Außerdem gibt es wenige Geschichten, die mich bisher wirklich wirklich vom Hocker gerissen haben. Beziehungsweise habe ich auch oft Sorge, dass mich die Geschichte beim zweiten Mal nicht mehr so mitreißen kann, sondern sich wie alte Kamellen anfühlt und ich dann enttäuscht bin (so wie es empty bookshelves ergangen ist).

Ich gucke auch Filme selten mehrmals. Und wenn, dann eher, wenn der Film "leichtere Kost" war und mich einfach erfreut und erwärmt hat oder mir die Story wirklich gut gefallen hat. Da man aber für ein Buch immer länger als für einen Film braucht, sind die Hemmungen vielleicht auch größer?!

Es gab natürlich Geschichten, die mir wirklich ans Herz gewachsen sind, z.B. "Der geheime Garten" oder "Eine Studie in Scharlachrot" und ich werde sie auch ganz bestimmt noch einmal zur Hand nehmen, aber momentan ist dafür nicht der richtige Zeitpunkt!

--- Bist du re-reader oder liest du lieber neue Geschichten? Hast du schon "totgelesene" Bücher im Schrank? --- Dieser Artikel ist die Antwort auf die von Buchfresserchen gestellte Montagsfrage. Mach doch gerne auch mit und setze deinen Artikel auf die Liste oder schreibe Buchfresserchen deine Antwort in die Kommentare :) ---

Donnerstag, 8. Juni 2017

Rezension: "Der Kuss der Lüge" von Mary E. Pearson

"Der Kuss der Lüge" ist Band I der "Chroniken der Verbliebenen", die - soweit ich weiß - vier Bände umfassen soll. Es hat 556 Seiten und ist im One-Verlag erschienen. Das Hardcover kostet 18 €. Und darum geht es:


Lia läuft am Tag ihrer arrangierten Hochzeit davon und beginnt, als Schankmädchen zu arbeiten. Zwei Männer sind ihr auf den Fersen: Einer, der sie töten soll, und der Prinz, den sie nicht heiraten wollte. Doch wer ist wer?

Wie einige andere vor mir auch, fand ich das Versteckspiel wirklich spannend. Ich hatte zwar vielleicht eine leise Ahnung zwischendurch, aber nicht selten habe ich diese in Frage gestellt. Trotzdem hatte dieses Versteckspiel nicht dazu geführt, dass ich das Buch unbedingt in die Hand nehmen und weiterlesen wollte. Es war nett - mehr erstmal aber auch nicht. Das lag zum Teil zwar auch daran, dass ich (wiedermal) nicht genügend Zeit hatte, um am Stück zu lesen, wodurch sich natürlich alles ziemlich in die Länge zieht, aber trotzdem sehe ich dieses Nicht-Verlangen als Schwachpunkt an, denn sonst hätte ich mir die Zeit ja vielleicht einfach genommen?!

Ab ungefähr der Hälfte nahm die Sache jedenfalls Fahrt auf und ich habe alles in einem Rutsch durchgelesen, weil ich es so interessant und spannend fand. Ich musste mir sogar jetzt im Anschluss direkt Band II holen, der Ende Mai erschienen war. Ich bin echt richtig angetan von Lias Geschichte und fiebere mit ihr mit. Die Geschichte weißt Elemente von Fantasy auf (es spielt in einer anderen Welt) und hat sogar einen epischen Anschlag.

Lia gefällt mir als Charakter gut und ich kann mich gut in sie hineinversetzen und ihre Handlungen auch nachvollziehen. Auch die beiden Männer sind gut dargestellt, mir allerhöchstens ein bisschen (auf ihre Art) zu ähnlich. Den Schreibstil finde ich super zu lesen, flüssig und sehr erzählerisch, aber nie zu ausschweifend.

Fazit: Ich mag die Geschichte sehr und kann das Buch wirklich weiterempfehlen, da es spannend ist bzw. wird und ein schönes Setting mit einer tollen Protagonistin erzählt. Einzig wegen der schleppenden Anfangsphase (die auch an mir lag, aber Rezensionen sind ja subjektiv) ziehe ich ein Pünktchen ab. Wenn es so weiter geht wie in Band I, dann hat die Reihe Potenzial, eine meiner neuen Lieblingsreihen zu werden.

Bewertung: 💝💝💝💝

Donnerstag, 1. Juni 2017

Unpacking Arvelle | Juni 2017

Es hat geklappt! Der Postbote hat mir ein Geschenk vor die Tür gelegt:














Ich war so richtig glücklich, als ich es gesehen habe! Zum zweiten Mal hab ich jetzt bei Arvelle bestellt und wie (viele andere vor mir auch) bin ich wieder von der Qualität überzeugt. Ich habe insgesamt fünf Bücher bestellt; zwei Mängelexemplare, drei Bücher, bei denen der Ladenpreis aufgehoben wurde. Die Preise sind einfach unschlagbar (dazu gleich mehr)!

Nun mal zu den einzelnen Büchern:

Hans Rath: "Und Gott sprach: Wir müssen reden!" 
Es geht um einen Psychotherapeuten, der einem unglückseeligen Zirkusclown begegnet, der sich für Gott hält und einen Therapeuten sucht.
Ich finde, dass der Inhalt einfach lustig, unterhaltsam und tiefgründig zugleich klang, deshalb habe ich es spontan in den Warenkorb gelegt. Das Buch ist nicht sonderlich dick, hat "nur" 270 Seiten, was ich ja immer ganz gut finde. Ursprünglich sollte es 8,99€ kosten und ist im Rowohlt Verlag erschienen. Auf der Rückseite hat das Buch einen Riss, aber für die Hälfte des Preises, ist das ok - und war ja zu erwarten bei Zustand "gut".

Patrick Ness & Siobhan Dowd: "Sieben Minuten nach Mitternacht"
Ein Junge, der jede Nacht Albträume hat, dessen Mutter an Krebs erkrankt ist und mit einem Monster befreundet ist, muss lernen, loszulassen.
Das Buch ist im Goldmann Verlag erschienen und ist eine illustrierte Hardcover-Ausgabe. Ich habe mir sagen lassen, dass es sehr traurig sein soll. Da bald der Film kommt (oder ist der schon draußen?!), sollte ich das Buch bald lesen, denn danach will ich entscheiden, ob ich mir den Film überhaupt "zumuten" kann... Toll klingt es auf jeden Fall schon! Insgesamt hat das Buch 213 Seiten. An der unteren Buchkante ist einige Dellen, aber die sieht man ja nicht, wenn es im Regal steht, und ansonsten ist die Qualität (bis auf den Stempel) makellos.

Ken Follett: "Sturz der Titanen", "Winter der Welt" & "Kinder der Freiheit"
In der Jahrhundert-Trilogie geht es um drei Familien in drei Ländern während eines Jahrhunderts.
Ich habe Angst, weil alle drei Bände so dick sind, aber mehrere Freundinnen haben mir die Bücher sehr ans Herz gelegt und haben mir versprochen, dass es nicht zu kriegslastig bzw. zu detailreich dahingehend ist. Auch wenn mich die riesige Seitenzahl abschreckt, bin ich richtig gespannt auf den Inhalt! Und das Angebot war unschlagbar: Eigentlich kosten alle drei Hardcover fast 90€, doch im Dreierpack gab es sie für knapp 20€!! Zwar habe ich die Bücher schon bei einigen Buchhandlungen im Angebot gesehen, aber alle drei zusammen wären trotzdem immer teurer gewesen. Da musste ich jetzt einfach zuschlagen. Bei den drei Bänden wurde der Ladenpreis aufgehoben, sodass sie eingeschweißt zu mir gekommen sind und keine Delle, keinen Ratscher, kein gar nichts haben. Toll!

--- Hast du schon eines der Bücher gelesen? Wie fandest du sie? ---

Dienstag, 30. Mai 2017

Regalschätze: "Die Physiker" von Friedrich Dürrenmatt

Bei einem Streifzug durch mein Bücherregal habe ich mal wieder ein Buch gefunden, das ich euch gerne vorstellen würde. Es ist vielleicht nicht jedermanns Sache, aber für mich war es die einzige Schullektüre, die mir von Beginn an gefallen hat.

In Dürrenmatts "Die Physiker" versucht Möbius die Welt vor seinen Erkenntnissen zu schützen, doch wie der Zufall es will, geht der Plan richtig schön nach hinten los... Typisch Dürrenmatt?!

Typisch Dürrenmatt! Durch das Vorwort und die 21 Punkte zu den Physikern wird der Sinn und Zweck von Dürrenmatts Denken deutlich, auch wenn es zunächst kryptisch wirkt. Er selbst bezeichnet das Stück als "Komödie", mutet es doch aber eher als Drama an. Für Dürrenmatt regiert der Zufall über den Fortgang von Geschichten. Bei vielen als "deus ex machina" verpönt, ist er bei Dürrenmatt der zentrale Punkt.


 Mir hat dieser Klassiker wirklich gut gefallen, da er auch die heutige Zeit noch widerspiegelt und immer wieder aktuell wird. Der Verlauf der Geschichte war allerdings zum Haare Raufen. Man kann es wirklich kaum glauben. Deshalb haben mich Möbius und der Fortgang des Stückes wirklich beeindruckt und noch heute bin ich davon sehr angetan. Da das Stück recht kurz ist, lässt es sich auch schnell lesen und ist auf jeden Fall eine Empfehlung! Gewarnt sei nur: Wie bei vielen Klassikern ist es nicht die modernste Sprache... Es ist aber trotzdem nicht schwer lesbar oder schwer verständlich.

Für mich gehören "Die Physiker" zu den Must-Reads!

Sonntag, 28. Mai 2017

Rezension: "Treffen sich zwei Gene" von Ernst Peter Fischer

Ernst Peter Fischer erklärt in seinem Sachbuch den Wandel unseres Erbguts und der Natur des Lebens. Er plädiert dafür, dass wir die Gene neu verstehen lernen müssen. Ernst Peter Fischer erklärt uns, dass man die Gene nicht mehr als starres Gebilde betrachten kann, da dies nach neuesten Erkenntnissen als überholt anzusehen ist. 

Ich fand Genetik in der Schule immer sehr interessant und da ich gerade Lust auf ein Sachbuch hatte, sprach mich dieses Buch direkt an. Allerdings hatte ich es mehr für einen Abriss davon gehalten, was Gene denn nun wirklich tun, es handelte sich jedoch eher um einen historischen Streifzug durch die Genforschung. Dieser Umstand hat es mir recht schwer gemacht zu verstehen, welche Erkenntnisse nun als haltbar und welche als überholt anzusehen waren, da immer wieder auf bereits vorgestellte Forschungsergebnisse zurückverwiesen und diese widerlegt oder ergänzt wurden.

Außerdem überstieg es leider mein Vorstellungsvermögen wie die Gene denn nun "funktionieren" sollen. Etwas anderes als ein starres Netzwerk kann ich mir einfach nicht vorstellen. Mag natürlich auch daran liegen, dass ich es vor fünf Jahren in der Schule noch etwas anders gelernt hatte. Wobei man natürlich bedenken muss, dass man im Rahmen des Biologieunterrichts nicht in die Tiefen und Einzelheiten eines Forschungsgebiets eintauchen kann. Leider!

Das Problem ist wohl der Umstand, dass der Forschung noch ganz viel fehlt. Es ist noch lange nicht alles aufgeklärt, was die Faszination der Gene ausmacht. Daher war es mir vielleicht auch nicht besser möglich, die Funktionsweise zu verstehen, da die weitergehende Einsicht allen fehlt. Es entstanden einfach viele Fragezeichen; allerdings Fragezeichen, die
einfach noch ungeklärt sind und dadurch nicht näher erläutert werden konnten.

Trotzdem hat Ernst Peter Fischer es wunderbar verstanden, mit einer guten verständlichen Sprache durch die Geschichte der Gene und der Genforschung zu führen, was unter dem vorher genannten Gesichtspunkt sehr hilfreich war. Mit dieser Sprache hat er auch die aktuellen Forschungsergebnisse möglichst genau erklärt, ohne dabei zu wissenschaftlich zu werden. Diese Schreibweise hat mir gut gefallen. Er hat auch einige interessante Thesen aufgeworfen.

Eine davon war z.B. dass die Menschen immer der Forschung die Schuld geben. Die Forscher entdecken etwas und dann erwarten die Menschen, dass sie erforschen, wie sie die Folgen ihrer Forschung wieder beseitigen oder eindämmen können. Dabei sind es alle Menschen, die nach Erkenntnissen dürsten, weshalb auch alle die Verantwortung dafür übernehmen müssten.
Eine These, die mich sehr angesprochen hat.

Das Buch endet auch mit Thesen und einem Plädoyer über das Verständnis von Genen, die einen nachdenklich hinterlassen.

Man muss sich bei der Lektüre dieses Sachbuchs darauf einstellen, dass man mit seiner Vorstellungskraft an seine Grenzen kommen könnte. Ernst Peter Fischer hat es für mich jedoch so einfach wie möglich gemacht. Das Buch hat nicht den Anspruch (wie ich vorher fälschlicherweise) "die Hosen runterzulassen" und die bekannten Puzzleteile über Gene zusammenzusetzen, sondern wirft das bisherige Bild über den Haufen und setzt es neu zusammen. Ich habe sehr viel über die Gene gelernt, auch wenn sie mir nun ein noch größeres Rätsel sind als zuvor. Doch manchmal muss man wohl von seinem Standpunkt abrücken?

Eine Leseprobe und weitere Infos findest du hier.

Bewertung: 💝💝💝

Samstag, 27. Mai 2017

Selbst-Experiment #1: "Schrankgeister" auf Wattpad

Ihr habt doch sicher mal vom NaNoWriMo (National Novel Writing Month) gehört, der im November stattfindet? Dieses Ding mit 30 Tagen, 50.000 Wörtern 😉
So etwas ähnliches plane ich nun als Selbst-Experiment. Ich möchte wieder mehr ins Schreiben kommen und etwas über mein Schreibverhalten (und potenzielle) Leser lernen. Deshalb habe ich das erste Kapitel eines Jugend-Kurzromans bei Wattpad hochgeladen. Das Ziel sind nicht (wie beim NaNO) 50.000 Wörter in 30 Tagen, sondern plottlos draufloszuschreiben und was so spontan "aus mir rauskommen kann".

Es geht um Eve, die 15 Jahre alt und für ihren Schwarm unsichtbar ist. Als sie eines morgens in seinem Schrank aufwacht, beginnt jedoch alles anders zu werden... 

Wieso ist sie in seinem Schrank aufgewacht? Wie kam sie dort hin?

Genau wie beim NaNo möchte ich mich selbst von der Geschichte überraschen lassen und vor allem möchte ich versuchen, den inneren Korrektor auszuschalten und die Geschichte "naturbelassen" fortsetzen. Ich bin gespannt, was und ob überhaupt etwas dabei herauskommt. Ich kann also nicht versprechen, dass diese Geschichte fortgeführt wird, aber dafür ist ein Experiment ja da. Es soll ausdrücklich ein Kurzroman sein, da ich vermute, dass die Geschichte insgesamt nicht allzu viel Plot hergeben wird, aber für mein Experiment ist das ausreichend. Schreib mir doch auch gerne in die Kommentare, ob du Interesse an Berichten darüber hast, wie es für mich läuft.

Ich freue mich sehr, wenn du dir die Geschichte durchliest und mir deine Meinung dazu sagst!
Hier der Link zu "Schrankgeister".

Dienstag, 23. Mai 2017

Rezension: "Pokémon - Die ersten Abenteuer" Bd. 1 + 2

Ich liebe Pokémon! Liebe es schon seit meiner Kindheit! Nun habe ich den Pokémon-Manga für mich entdeckt.

In der Reihe "Die ersten Abenteuer" begleitet man Rot, wie er von Alabastia mit seinen Pokémon auf Abenteuerreise geht. 

Wer sich eine Nacherzählung der Anime-Serie wünscht, der wird auf jeden Fall enttäuscht. Rot und Ash sehen sich zwar ähnlich, aber für mich persönlich haben sie nicht viel gemeinsam, außer ihre (leichte) Naivität und dem unzerstörbaren Glauben an die Pokémon. Im Gegensatz zu Ash hat Rot auch schon ein Pokémon: Quaputzi.
Auch wenn sie sich also vom Charakter her ähneln, ist die Geschichte der beiden anders.

Heißt anders = schlecht? Klares Nein! Ich bin einfach absoluter Pokémon-Fan und atme jede Geschichte ein wie Luft. Rot tritt in jedem Kapitel gegen ein anderes Pokémon an und versucht, seinen Pokedex zu vervollständigen; außerdem kämpft er gegen die Arenaleiter. Bis zum Ende von Band 2 hat er leider aber noch keine Begleiter bekommen, aber wer weiß, ob sich das noch ändert?

Die Zeichnungen haben mich sofort wieder ins Pokémon-Feeling gebracht und auch die Geschichten stehen der Serie nicht nach. Die Mangas haben ca. 200 Seiten und lassen sich gut zwischendurch als Pageturner weglesen. Ich habe die beiden ersten Bände jedenfalls sehr gemocht!

Bewertung: 💝💝💝💝

--- Kennt ihr noch andere gute Mangas? Hast du schon mal einen Pokémon-Manga gelesen? ---

Samstag, 20. Mai 2017

Prüfungsversagen

Ich sitze da
und starr es an,
das weiße Blatt Papier.
Weiß nicht, 
was ich schreiben soll
und hoffe noch bei mir,
dass die Prüfung leichter ist,
viel leichter als gedacht,
doch sehe ich nur Buchstaben
hab'n keinen Sinn gemacht.

Ich sitze da
und starr es an,
und starr so lange, bis es endet.
Weiß nicht,
was ich schreiben soll,
wie man's auch dreht und wendet.

Ich sitze da,
und starre weiter
weiter auf das Prüfungsblatt,
weiß nicht, 
dass ich's sehr wohl kann
und setz mich auf Schachmatt.

Mittwoch, 17. Mai 2017

Sommerbotschaften

Will da etwa der Frühling kommen und Sommerbotschaften schicken? Die Sonne lacht durch die Wolken, färbt den Himmel strahlend blau. Flüsse und Seen blicken nicht mehr so traurig drein und die Vögel zwitschern.
Hörst du die süße Melodie, die sie sich zuflüstern? Jeder singt sein Lied und doch klingt es nie gleich. Knospen öffnen sich und zeigen ihre höchste Pracht. Ein Strahlen wird zum Lächeln.
Es riecht nach frisch gemähtem Gras und die letzten Tropfen des Regens verdunsten und steigen zur Sonne auf, die da thront über all den Tieren, die erwachen. Das Lebendige, das die Trägheit ablegt.
Ein Schmetterling setzt sich auf einen Flieder, faltet seine Flügel aus und begrüßt den Frühling, den Boten des Sommers. Irgendwo summt eine Biene auf der Suche nach dem Saft der schönen Jahreszeit. Saftiges Grün und leuchtende Farben, den Kühen schmeckt es schon.
Mit jedem Sonnenstrahl erblüht die Welt, jeden Tag ein wenig mehr. Und die Botschaft des Glücks dringt zu uns durch, du musst sie nur fangen! Fang es ein, atme die blumig duftende Luft und träume.

Montag, 15. Mai 2017

Sei glücklich! - Der Imperativ an dich selbst

Wenn man in der Vorlesung beginnt, abzuschalten, dann geht einem so einiges durch den Kopf; oder zumindest mir geht es so. Die Gedanken schweifen ab und sind so ganz und gar nicht mehr beim Thema. Heute mal eine etwas andere Geschichte, Gedanken zum Glücklichsein.

Aufrecht und zufrieden durchs Leben
gehen wie ein Erdmännchen?
Bin ich glücklich?, hab ich mich also in der Vorlesung gefragt - und wusste nicht 100%ig eine Antwort. Ich habe alles, was ich mir wünschen kann, aber oft strebt man nach mehr. Dieses ständige Streben nach mehr, das kann doch gar nicht glücklich machen, oder? Ist es mir dadurch verwehrt? Vielen geht es so, dass sie immer nur höher, weiter, schneller, besser sein wollen... Man hetzt Idealbildern hinterher, die es so nicht gibt, die Illusionen sind; setzen uns selbst unter Druck. Dies ist auch den Sozialen Medien geschuldet, die uns ständig die Chance geben, uns mit anderen zu vergleichen.
Ist Glücklichsein nicht gar eine Entscheidung? Natürlich gibt es gute und schlechte Momente, aber ich meine die Grundeinstellung und nicht noch mehr Druck, das "Glück endlich zu finden". Wer positiv in die Welt schaut und sich nicht immer selbst verurteilt, der lebt glücklicher, das glaube ich ganz fest.
Und wenn du beschließt, glücklich zu sein und aufhörst, nach dem Glück zu suchen, dann lässt sich das Leben viel leichter genießen und das "Glück" (nach dem so viele suchen) kommt von ganz allein.

Versuche es doch einmal, "beschließe" glücklich zu sein und schaue positiv auf die Welt. Ich musste schon oft die Erfahrung machen, dass man nicht immer alles so ernst, verbissen und negativ sehen sollte. Lass die Sonne in dir scheinen und das wirst du auch ausstrahlen. Manchmal muss man einfach nur "das Beste daraus machen", um eine tolle Zeit zu haben.
Deshalb bin ich überzeugt, dass uns dieser "Beschluss" hilft, zu einer positiveren und freundlicheren Grundeinstellung zu gelangen und zwar - und vor allem - mit uns selbst!

--- Wen das Thema "Zufriedenheit" mit sich selbst weitergehend interessiert, dem kann ich auf jeden Fall den Blog von Lucie Kallies empfehlen, den ich sehr gerne lese!! ---